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Laryngomalazie

Version vom 5. Juli 2018, 17:48 Uhr von Felix Wunder (Diskussion | Beiträge)

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Latein: larynx: Kehlkopf, Malazie: krankhafte Erweichung

1 Definition

Laryngomalazie ist eine Erkrankung, bei der das Skelett des Kehlkopfes krankhaft erweicht ist.

Klassifikation nach ICD-10: Q31.5

2 Ätiologie und Pathogenese

Durch einen verminderten Einbau von Calcium in den Larynx erweichen die Strukturen des Kehlkopfes. Besonders betroffen sind meistens Kehldeckel und Stellknorpel.

3 Symptome

Bei einer Laryngoskopie stellen sich die aryepiglottische Falte verkürzt da und die Seiten der Epiglottis sind vermehrt nach innen eingerollt. Ebenfalls fällt klinisch ein inspiratorischer Stridor auf, der typischerweise bei Anstrengung wie Stillen vermehrt auffällt. Typischerweise nimmt dieser Stridor in den ersten 6 Lebensmonaten zu und nimmt bis zum Beginn des zweiten Lebensjahres wieder ab.

4 Therapie und Prognose

Die Prognose der Laryngomalazie ist in der Regel gut. Eine besondere Therapie ist selten notwendig. Gründe für weitere Untersuchungen sind: Probleme mit der Ernährung, mit der Größen- und Gewichtszunahme des Kindes oder einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung. Bis sich das Kehlkopfskelett gefestigt hat, sollten regelmäßige Beobachtungen stattfinden.

An therapeutischen Möglichkeiten stehen zum einen eine Supraglottoplastik, eine operative Korrektur des Kehlkopfeinganges, zur Verfügung.

Ist die Atmung des Patienten lebensgefährlich eingeschränkt, so müssen Maßnahmen ergriffen werden um eine ausreichende Ventilation zu ermöglichen: nach einer Tracheotomie/Tracheostomie wird entweder eine Trachealkanüle oder ein Tubus eingesetzt, um die Luftwege operativ zu erweitern. Dies ist jedoch nur im Extremfall nötig. Meistens haben die Kinder dabei neben der Schwäche des Kehlkopfes auch weitere angeborene Missbildungen der Atemwege.

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