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Langerhans-Inseln

Version vom 31. Oktober 2004, 17:39 Uhr von 80.141.126.64 (Diskussion)

Nach Paul Langerhans (1847–1888), deutscher Pathologe
Synonym: endokrines Pankreas
Englisch: islets of Langerhans

1 Definition

Al Langerhans-Inseln bezeichnet man die endokrinen Zellansammlungen im Pankreas, die unter anderem den Kohlenhydratstoffwechsel regulieren.

2 Anatomie

Die Langerhans-Inseln sind etwa 100 bis 200 µm große, zum APUD-System gehörige Zellansammlungen, die außer im Kopfbereich im gesamten Parenchym des Pankreas vorkommen und aus bis zu 2 000 000 endokrinen Zellen bestehen.
Sie sind stark kapillarisiert und mit Nervenfasern durchzogen.

3 Histologie

Die Langerhans-Inseln lassen sich in histologischen Präparaten leicht vom umgebenen Gewebe abgrenzen, vor allem aufgrund ihrer metachromatischen Granula. Innerhalb der Inseln lassen sich mindestens drei Zelltypen unterscheiden:

  • A-Zellen (α-Zellen): etwa 10% der endokrinen Zellen
    • Produktion von Glucagon und Speicherung in α-Granula
  • B-Zellen (β-Zellen): etwa 80% der endokrinen Zellen
    • Produktion von Insulin und Speicherung in β-Granula
  • D-Zellen (δ-Zellen): etwa 10% der endokrinen Zellen
  • C-Zellen/P-Zellen
    • ohne Graunula, in normalen Färbungen nicht sichtbar

4 Funktion

Die Langerhans-Inseln regulieren durch die Ausschüttung von Insulin und Glucagon die Konzentration von Glucose im Blut (Blutzuckerspiegel); dabei unterliegen sie selbst der Regulation durch andere Hormone sowie nervale und metabolische Reize.

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