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Lamina choroidocapillaris

Version vom 25. Mai 2018, 16:14 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Lamina chorioidocapillaris, Choriocapillaris
Englisch: capillary lamina of choroid

1 Definition

Als Lamina choroidocapillaris bezeichnet man die innere, d.h. zur Sklera hin gelegene Gefäßschicht der Aderhaut (Choroidea), die aus Kapillargefäßen besteht.

2 Histologie

Die Lamina choroidocapillaris eine nur wenige µm dicke, membranartige Gefäßschicht, die - nur durch die Bruch-Membran getrennt - an die Retina grenzt. Sie wird durch die größeren Blutgefäße der Lamina vasculosa versorgt.

Die Kapillaren der Lamina choroidocapillaris sind fenestriert und weisen kreisrunde Lücken von etwa 80 nm ("Fenestrae") auf, durch die Makromoleküle in den extravasalen Raum wechseln können.[1]

Die durch Tight Junctions verbundenen Endothelzellen der Kapilaren bilden gemeinsam mit der Bruch-Membran und den Epithelzellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) die Blut-Retina-Schranke (BRS).

3 Funktion

Die Lamina choroidocapillaris liefert die Nährstoffe zu Versorgung der äußeren Netzhautschichten.

4 Quellen

  1. Gisèle Soubrane, Gabriel Coscas: Retina (Fifth Edition) 2013, S. 618–623, Band 1, Kapitel 30

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