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Lamina choroidocapillaris: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Als '''Lamina choroidocapillaris''' bezeichnet man die innere, d.h. zur [[Sklera]] hin gelegene Gefäßschicht der [[Aderhaut]] (Choroidea), die aus [[Kapillargefäß]]en besteht.
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Als '''Lamina choroidocapillaris''' bezeichnet man die innere, d.h. zur [[Retina]] hin gelegene Gefäßschicht der [[Aderhaut]] (Choroidea) des [[Auge]]s, die aus [[Kapillargefäß]]en besteht.
  
 
==Histologie==
 
==Histologie==
Die Lamina choroidocapillaris ist eine nur wenige µm dicke, membranartige Gefäßschicht, die - nur durch die [[Bruch-Membran]] getrennt - an die [[Retina]] grenzt. Sie wird durch die größeren Blutgefäße der [[Lamina vasculosa]] versorgt.
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Die Lamina choroidocapillaris ist eine wenige µm dicke, membranartige Gefäßschicht, die - nur durch die [[Bruch-Membran]] getrennt - an die [[Retina]] grenzt. Sie wird durch die größeren Blutgefäße der [[Lamina vasculosa]] versorgt.
  
 
Die Kapillaren der Lamina choroidocapillaris sind [[fenestriert]] und weisen kreisrunde Lücken von etwa 80 [[Nano|nm]] ("Fenestrae") auf, durch die [[Makromolekül]]e in den [[Extravasalraum|extravasalen Raum]] wechseln können.<ref>Gisèle Soubrane, Gabriel Coscas: Retina (Fifth Edition) 2013, S. 618–623, Band 1, Kapitel 30</ref>
 
Die Kapillaren der Lamina choroidocapillaris sind [[fenestriert]] und weisen kreisrunde Lücken von etwa 80 [[Nano|nm]] ("Fenestrae") auf, durch die [[Makromolekül]]e in den [[Extravasalraum|extravasalen Raum]] wechseln können.<ref>Gisèle Soubrane, Gabriel Coscas: Retina (Fifth Edition) 2013, S. 618–623, Band 1, Kapitel 30</ref>

Aktuelle Version vom 12. Mai 2019, 11:56 Uhr

Synonyme: Lamina chorioidocapillaris, Choriocapillaris, Choriokapillaris
Englisch: capillary lamina of choroid

1 Definition

Als Lamina choroidocapillaris bezeichnet man die innere, d.h. zur Retina hin gelegene Gefäßschicht der Aderhaut (Choroidea) des Auges, die aus Kapillargefäßen besteht.

2 Histologie

Die Lamina choroidocapillaris ist eine wenige µm dicke, membranartige Gefäßschicht, die - nur durch die Bruch-Membran getrennt - an die Retina grenzt. Sie wird durch die größeren Blutgefäße der Lamina vasculosa versorgt.

Die Kapillaren der Lamina choroidocapillaris sind fenestriert und weisen kreisrunde Lücken von etwa 80 nm ("Fenestrae") auf, durch die Makromoleküle in den extravasalen Raum wechseln können.[1]

Die durch Tight Junctions verbundenen Endothelzellen der Kapilaren bilden gemeinsam mit der Bruch-Membran und den Epithelzellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) die Blut-Retina-Schranke (BRS).

3 Funktion

Die Lamina choroidocapillaris liefert die Nährstoffe zur Versorgung der äußeren Netzhautschichten.

4 Klinik

Das Volumen der Lamina choroidocapillaris nimmt mit steigendem Alter ab. Mit 90 Jahren ist die Kapillardichte um etwa 50% reduziert und ihr Durchmesser um 30% verkleinert. Durch die resultierende Hypoxie des retinalen Pigmentepithels kommt es in der Choroidea zur Anregung einer Neovaskularisation, da das physiologische Gleichgewicht zwischen angiogenetischen und antiangiogenetischen Faktoren in der Region kippt.[2]

5 Quellen

  1. Gisèle Soubrane, Gabriel Coscas: Retina (Fifth Edition) 2013, S. 618–623, Band 1, Kapitel 30
  2. J.C. Blanks, C.K. Dorey: Sensory Aging: Vision. Encyclopedia of Neuroscience 2009, S. 641–655

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