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Lakritzabusus

Version vom 13. Februar 2019, 12:40 Uhr von Max Schneider (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Unter einem Lakritzabusus versteht man den übermäßigen Konsum von Lakritz.

2 Pathophysiologie

Lakritz enthält den Wirkstoff Glycyrrhizin, ein Saponin aus der Wurzel der Süßholzpflanze (Glycyrrhiza glabra). Glycyrrhizin bewirkt eine Hemmung der 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase 2. Dieses Enzym katalysiert unter physiologischen Bedingungen in der Zelle die Umwandlung des Glukokortikoids Cortisol in die biologisch inaktive Form Cortison. Damit wird verhindert, dass Cortisol intrazellulär unspezifisch an Mineralkortikoid-Rezeptoren bindet und mineralkortikoide Wirkungen auslöst.

Bei übermäßigem Lakritzgenuss entstehen durch die Hemmung des Enzyms daher Aldosteron-ähnliche Wirkungen (Pseudohyperaldosteronismus). Dazu zählen unter anderem:

Zur Vermeidung falsch positiver Testergebnisse bei Diagnostik des primären Hyperaldosteronismus mittels Aldosteron-Renin-Quotient sollte daher mindestens ein Monat im Voraus vollständig auf Lakritzgenuss verzichtet werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 13. Februar 2019 um 12:40 Uhr bearbeitet.

#2 am 23.06.2016 von Dr. Christof Völker (Biochemiker/in | Pharmakologe/in | Toxikologe/in)
haben sie Literatur zur Lakritzenabusus und Pseudohyperaldosteronismus?
#1 am 25.04.2016 von Rita Marusic-bubenhofer (Selbstst. Apothekerin)

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