LCM-Virus

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Synonym: Virus der lmyphozytären Choriomeningitis

1 Definition

Das zu den Arenaviridae gehörende LCM-Virus ist ein RNA-Virus, das zu einer Choriomeningitis führt.

2 Epidemiologie

Das Virus wird über infizierte Goldhamster und Hausmäuse auf den Menschen übertragen. Es konnte bisher nur in Asien, Amerika und Europa nachgewiesen werden.

3 Pathogenese

Die Pathogenese im Menschen ist noch nicht endgültig geklärt. Es wird angenommen, dass das Virus die Hirnhäute und die Umgebung der Hirngefäße infiltriert. Gliaknötchen konnten ebenfalls nachgewiesen werden.

4 Klinik

Es kommt nur selten zum Vollbild der lymphozytären Choriomeningitis.

Meistens treten nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen unspezifische Symptome eines grippalen Infekts auf, die von geschwollenen Lymphknoten und Schmerzen bei Augenbewegungen begleitet werden. Eine einseitige Parotitis oder eine Pneumonie sind möglich, treten aber nur selten auf.

Nachdem die Symptome abgeklungen sind, ist das Auftreten einer Meningitis möglich, welche häufig ohne Komplikationen abheilt, wobei aber auch der Übergang in eine enzephalitische oder auch meningoenzephalitische Form möglich ist.

5 Diagnostik

Zu Beginn der Erkrankung ist der kulturelle Nachweis aus Blut oder Liquor möglich. Später kann die Erkrankung auch serologisch über Fluoreszenztest, KBR und Neutralisationstest nachgewiesen werden.

6 Therapie

Die Erkrankung wird symptomatisch behandelt.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=LCM-Virus&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/LCM-Virus

Tags:

Fachgebiete: Mikrobiologie, Neurologie

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