Vom 12. bis 28. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

L-Typ-Calciumkanal

Version vom 11. Mai 2018, 15:39 Uhr von Konstantin Weimann (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Spannungsabhängiger Kalziumkanal Typ L, DHPR

1 Definition

Unter dem Dihydropyridin-Rezeptor ist ein spezifischer Calciumkanal zu verstehen, der sich in Muskelzellen und Kardiomyozyten befindet. In der quergestreiften Muskelzelle befindet sich der Rezeptor in der Zellmembran des transversalen Systems (T-Tubuli). In den Herzmuskelzellen liegen sie an der Oberflächenmembran. Daher sind sie am Herzen Bindungsstelle für Arzneimittel aus der Gruppe der Dihydropyridine, die diese Kanäle blockieren und eine antihypertensive Wirkung entfalten.

2 Lokalisation

  • Muskelzelle: Zellmembran der T-Tubuli
  • Kardiomyozyt: Membran der Zelloberfläche

3 Physiologische Bedeutung

Ein an der postsynaptischen Membran entstandenes Aktionspotential öffnet den spannungsabhängigen Calciumkanal durch Depolarisation der Zellmembran. Die nachfolgende Konformationsänderung des Dihydropyridin-Rezeptors aktiviert über Protein-Protein-Wechselwirkung in der Membran des sarkoplasmatischen Retikulums (SR) den Ryanodin-Rezeptor.

Aufgrund des elektrochemischen Gradienten kommt es zum sofortigen Einstrom von Ca2+ über den Ryanodin-Rezeptor in das Zytoplasma der Muskelfasern. Der resultierende intrazelluläre Anstieg von Ca2+ im SR initiiert weiterführend die Muskelkontraktion.

Bei der Skelettmuskelzelle stammen die Ca2+-Ionen aus dem Sarkoplasmatischen Retikulum; ein Calciumeinstrom von extern ist also irrelevant. Bei der Herzmuskelzelle erfolgt die Aktivierung des Ryanodin-Rezeptors über Calcium, welches aus dem Extrazellulärraum durch den Dihydropyridin-Rezeptor ins Zytosol strömt, ein sogenannter Calcium-induced Calcium Release

4 Medizinische Bedeutung

Dihydropyridin-Derivate blockieren den Rezeptor bzw. Kanal am Kardiomyozyt, sodass von außen kein Calcium einströmen kann und eine Aktivierung unterbleibt.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Februar 2021 um 14:22 Uhr bearbeitet.

Gast
Die L-Typ-Calciumkanäle sind neben den T-Typ-Calciumkanälen auch noch im Herzmuskel vertreten. Dort sorgen sie nicht nur im Arbeitsmyokard für die Kontraktion, sondern auch für die Depolarisation im Sinusknoten/AV-Knoten Könnte man ja noch hinzufügen...
#1 am 12.03.2021 von Gast (Student/in der Humanmedizin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

11 Wertungen (4.27 ø)

80.321 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: