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Krupp

Version vom 22. Mai 2004, 08:17 Uhr von 217.229.222.125 (Diskussion)

Bei Krupp handelt es sich ursprünglich um eine durch Diphterie ausgelöste Atemwegserkrankung. Da gegen Diphterie zwischenzeitlich wirksame Schutzimpfungen möglich sind, ist der eigentliche Krupp nur noch sehr selten.

Zwischenzeitlich im Volksmund gleichgesetzt wird dem Krupp der Pseudo-Krupp. Beim Pseudo-Krupp handelt es sich meist um eine viral verursachte Kehlkopfentzündung mit Schleimhautschwellung unmittelbar unter den Stimmbändern. Die Symptomatik eines Pseudo-Krupps entwickelt sich sehr plötzlich. Betroffen sind vor allem Kinder im Alter zwischen 1 und 5 Jahren.

Auslöser für den Pseudo-Krupp sind i. d. R. Viren, die eine normale Erkältung / Influenza auslösen. Unterscheiden lassen sich 2 Fallgruppen:

- Auftreten ohne erkennbaren Infekt, evtl. auf vasomotorischer Grundlage - Auftreten als Infekt-/ Grippekrupp im Zusammenhang mit einem Infekt, meist ausgelöst durch RS-Viren, ferner durch Parainfluenza-, ECHO-11-, Adenoviren, selten durch Masern- oder Influenzaviren.

Ein Anfall äußert sich durch einen bellenden, rauhen Husten ( sog. "Schafhusten") sowie einen in- und exspiratorischen Stridor. Meist geht mit diesen Anzeichen auch eine Dyspnoe einher.

Die nicht-medikamentöse Therapie bei Kindern, die einen Pseudo-Krupp-Anfall haben, erfolgt in Form von Beruhigung, Zuführung von feuchter, kühler Luft und kühlen Getränken. Als medikamentöse Therapie steht die Gabe eines Kortikoids, z.B. Rectodelt© sowie die Verabreichung von Sauerstoff - wenn möglich angefeuchtet - im Vordergrund.

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