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Kraft-Geschwindigkeits-Relation

Version vom 31. Juli 2021, 18:03 Uhr von HP Dipl. Math. Stefan Rolf Paff (Diskussion | Beiträge)

Englisch: force-velocity relationship

1 Definition

Die Kraft-Geschwindigkeits-Relation (mathematisch sogar eine Funktion) beschreibt den funktionalen Zusammenhang zwischen der Kontraktionsgeschwindigkeit und der Maximalkraft

2 Eigenschaften und Anwendung

In dem klassischen Modell nach Hill ist die Muskelleistung bei allen realisierbaren Kontraktionsgeschwindigkeiten konstant, wobei negative Geschwindigkeit exzentrische und positive Geschwindigkeit konzentrische Kontraktion bedeuten. Der Durchgang durch die Y-Achse (Ordinate), also der Funktionswert an der Stelle Null, ist die maximale Sehnenkraft bei isometrischer Kontraktion. Von dort an fällt die Funktion nach rechts gegen Null ab, was einem Nachlassen der erreichbaren Sehnenkraft mit zunehmender Geschwindigkeit entspricht und nimmt nach links bis zu einem Grenzwert zu, was einer Zunahme mit schnellerer exzentrischer Kontraktion entspricht. Bezogen auf die Bewegung einer Extremität heißt dies, daß im Grenzwert gerade noch die Extremität selbst ohne externes Gewicht mit maximaler Beschleunigung bewegt werden kann.

Neuere Forschungen zeigen, dass dieses Modell verfeinert werden muss, die tendenzielle Grundaussage steht jedoch nicht in Frage und kann leicht experimentell von jedem Sportler nachvollogen werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 31. Juli 2021 um 18:03 Uhr bearbeitet.

Hallo, danke für deine Anmerkung, die Hill-Formel zur Errechnung der Leistung lautet wie folgt: (F + a) · (v + b) = c, hierbei sind F(Kraft) und v(Kontraktionsgeschwindigkeit) die Variabeln und ihr Produkt, die Leistung, in diesem Modell konstant. Die Aussage im Text ist somit richtig, allerdings findet sich die Angabe, dass das Leistungsmaximum des Muskels bei ~1/3 seiner Maximalkraft und ~1/3 seiner maximalen Verkürzungsgeschwindigkeit liegt, in vielen Quellen. Sie bezieht sich aber nicht auf das klassische Hill-Modell. Die Angabe habe ich entsprechend aber im Artikel Muskelleistung ergänzt.
#2 vor 9 Tagen von Dr. rer. nat. Janica Nolte (DocCheck Team)
John Dorian
"Im klassischen Modell nach Hill ist die Muskelleistung bei allen realisierbaren Kontraktionsgeschwindigkeiten konstant" diese Aussage ist falsch, das Leistungsmaximum liegt bei etwa 1/3 der maximalen Verkürzungsgeschwindigkeit des Muskels bzw. bei 1/3 der maximal angehängten Last
#1 vor 10 Tagen von John Dorian (Student/in der Humanmedizin)

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