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Koronarperfusion

Version vom 5. Dezember 2016, 23:42 Uhr von Aaron Weiß (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Koronardurchblutung
Englisch: coronary blood flow

1 Definition

Unter der Koronarperfusion versteht man die Durchblutung der Koronararterien des Herzens.

2 Physiologie

Die Durchblutung der Koronararterien beträgt im ruhenden Menschen ca. 225ml pro Minute, was etwa 4-5% des Herzzeitvolumens sind. Die Füllung der Koronararterien geschieht während der Diastole, wenn die Klappentaschen der Aortenklappe nicht mehr die Abgänge der Koronararterien blockieren. Des Weiteren sind die Drücke im Inneren der Herzventrikel während der Systole so hoch, dass die Kapillaren des Myokards komprimiert werden und der Blutfluss somit sinkt. Durch den höheren Druck ist dieser Effekt im linken Ventrikel deutlicher ausgeprägt, während es im rechten Ventrikel zu leichteren Schwankungen im Blutfluss kommt.

Die Koronarperfusion kann bei körperlicher Belastung auf das etwa 4-6 fache des Ruhewerts gesteigert werden. Die Differenz zwischen der maximalen Koronardurchblutung und der Koronardurchblutung in Ruhe bezeichnet man als Koronarreserve.

2.1 Regulation

Die Kontrolle des Blutflusses unterliegt einer Autoregulation. Das bedeutet, dass die Koronarperfusion sich anhand der lokal anfallenden Stoffwechselprodukte sowie der Verfügbarkeit von Sauerstoff selbst reguliert. Ein erhöhter Metabolismus und Hypoxie führen hierdurch zu einer sehr potenten Vasodilatation, während die Reduzierung des Metabolismus und ein hohes Angebot an Sauerstoff zur Vasokonstriktion führen.

Darüberhinaus nimmt das ANS Einfluss auf die Koronarperfusion:

  • Parasympathikus: Sein Einfluss ist durch die geringe Verteilung parasympathischer Fasern auf den Koronararterien der Ventrikel deutlich geringer als der des Sympathikus. Nichtsdestotrotz bewirkt er durch Ausschüttung von Acetylcholin an M2-Rezeptoren eine leichte Vasodilatation

Trotz der Einflüsse des ANS nehmen metabolische Faktoren und Sauerstoffverbrauch den größten Einfluss auf die Kornarperfusion. Eine nerval vermittelte Vasokonstriktion wird innerhalb von Sekunden vereitelt.

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