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Kolloidosmotischer Druck: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der '''kolloidosmotische Druck''', kurz '''KOD''', ist der [[Osmose|osmotisch]]e Druck, der durch [[Kolloid]]e in einer Lösung ausgeübt wird. Die Höhe des kolloidosmotischen Drucks wird durch die Anzahl der gelösten Teilchen (Kolloide) bestimmt.
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Der '''kolloidosmotische Druck''', kurz '''KOD''', ist der anteilige [[Osmose|osmotisch]]e Druck, der durch [[Kolloid]]e in einer Lösung ausgeübt wird. Die Höhe des kolloidosmotischen Drucks wird durch die Anzahl der gelösten Teilchen (Kolloide) bestimmt.  
  
 
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Körperflüssigkeiten wie [[Blutplasma]] und [[Liquor cerebrospinalis]] weisen durch die Anzahl der in ihnen gelösten Teilchen einen bestimmten kolloidosmotischen Druck auf.
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Körperflüssigkeiten wie [[Blutplasma]] und [[Liquor cerebrospinalis]] weisen durch die Anzahl der in ihnen gelösten Teilchen einen bestimmten kolloidosmotischen Druck auf. Im Blutplasma sind es die [[Plasmaprotein]]e, maßgeblich das [[Albumin]], die den kolloidosmotischen Druck bestimmen. Neben dem Albumin (ca. 35-50 g/l) spielen [[Globulin]]e und [[Fibrinogen]] (2-4 g/l) eine Rolle.  
  
Im Blutplasma sind die [[Plasmaprotein]]e,  
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Die Plasmaproteine können die Kapillarwand kaum passieren, dadurch entsteht ein Konzentrationsgradient zwischen [[Interstitium]] und [[Blut]], der den kolloidosmotischen Druck definiert. Der kolloidosmotische Druck wirkt dem [[hydrostatischer Druck|hydrostatischen Druck]] entgegen und hält somit das Wasser in den Blutgefäßen. Der kolloidosmotische Druck des Blutplasmas liegt bei 25 [[mmHg]] bzw. 3,3 [[Pascal|kPa]].
 
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- [[Albumin]] mit 35-48 g/l
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- [[Globuline]] (Alpha 1 & 2 , Beta, Gamma(=Antiköper))  mit variabler Anzahl
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- [[Fibrinogen]] mit 2-4 g/l
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, die den kolloidosmotischen Druck bestimmenden Faktoren.
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In erster Linie das Albumin mit der höchsten Konzentration.
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==Pathophysiologie==
Kommt es durch einen Verlust an Albumin zum Absinken des kolloidosmotischen Druckes im [[Blut]], so tritt in das [[Interstitium]] ausgetretene Flüssigkeit nicht wieder in den [[Kreislauf]] ein. Es kommt zur Ausbildung von onkotisch bedingten [[Ödem]]en.
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Kommt es durch einen Verlust an Albumin zum Absinken des kolloidosmotischen Druckes im Blut, so tritt in das Interstitium ausgetretene Flüssigkeit nicht wieder in den [[Kreislauf]] ein. Es kommt zur Ausbildung onkotisch bedingter [[Ödem]]en.
Ebenso würde im Zuge einer [[BSG]] Messung die Geschwindikeit höher ausfallen.  
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Andererseits kann bei einer [[Hypovolämie]], beispielsweise im Rahmen eines [[Polytrauma]]s, durch die [[Infusion]] von onkotisch wirksamen Lösungen wie [[HAES]] der kolloidosmotische Druck im [[intravasal]]en Raum gesteigert und somit das intravasale Volumen zum Zwecke der Kreislaufstabilisierung erhöht werden!
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Andererseits kann bei einer [[Hypovolämie]], beispielsweise im Rahmen eines [[Polytrauma]]s, durch die [[Infusion]] von onkotisch wirksamen Lösungen wie [[HAES]] der kolloidosmotische Druck im [[intravasal]]en Raum gesteigert und somit das intravasale Volumen zum Zwecke der Kreislaufstabilisierung erhöht werden.
 
[[Fachgebiet:Physiologie]]
 
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[[Tag:Kolloidosmotischer Druck]]
 
[[Tag:Protein]]
 
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Aktuelle Version vom 18. November 2021, 16:21 Uhr

von griechisch: kolla - Leim
Synonym: Onkotischer Druck
Englisch: colloid osmotic pressure

1 Definition

Der kolloidosmotische Druck, kurz KOD, ist der anteilige osmotische Druck, der durch Kolloide in einer Lösung ausgeübt wird. Die Höhe des kolloidosmotischen Drucks wird durch die Anzahl der gelösten Teilchen (Kolloide) bestimmt.

2 Physiologie

Körperflüssigkeiten wie Blutplasma und Liquor cerebrospinalis weisen durch die Anzahl der in ihnen gelösten Teilchen einen bestimmten kolloidosmotischen Druck auf. Im Blutplasma sind es die Plasmaproteine, maßgeblich das Albumin, die den kolloidosmotischen Druck bestimmen. Neben dem Albumin (ca. 35-50 g/l) spielen Globuline und Fibrinogen (2-4 g/l) eine Rolle.

Die Plasmaproteine können die Kapillarwand kaum passieren, dadurch entsteht ein Konzentrationsgradient zwischen Interstitium und Blut, der den kolloidosmotischen Druck definiert. Der kolloidosmotische Druck wirkt dem hydrostatischen Druck entgegen und hält somit das Wasser in den Blutgefäßen. Der kolloidosmotische Druck des Blutplasmas liegt bei 25 mmHg bzw. 3,3 kPa.

3 Pathophysiologie

Kommt es durch einen Verlust an Albumin zum Absinken des kolloidosmotischen Druckes im Blut, so tritt in das Interstitium ausgetretene Flüssigkeit nicht wieder in den Kreislauf ein. Es kommt zur Ausbildung onkotisch bedingter Ödemen.

Andererseits kann bei einer Hypovolämie, beispielsweise im Rahmen eines Polytraumas, durch die Infusion von onkotisch wirksamen Lösungen wie HAES der kolloidosmotische Druck im intravasalen Raum gesteigert und somit das intravasale Volumen zum Zwecke der Kreislaufstabilisierung erhöht werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2021 um 16:21 Uhr bearbeitet.

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