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Collagen III ist ein [[Protein]], welches vor allem in elastischen Geweben und im [[retikulär]]en [[Bindegewebe]] vorkommt. Es ist häufig mit [[Collagen I]] assoziiert und zählt zu den [[fibrillär]]en Collagenen.
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'''Kollagen III''' ist ein [[Protein]], das vor allem in elastischen Geweben und im [[retikulär]]en [[Bindegewebe]] vorkommt. Es ist häufig mit [[Kollagen I]] assoziiert und zählt zu den [[fibrillär]]en Kollagenen.
  
 
== Vorkommen ==
 
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Collagen III ist ein wichtiger Bestandteil retikulärer Fasern, die wiederum das retikuläre Bindegewebe bilden. Dieses findet sich vor allem in den lymphatsichen Organen ([[Lymphknoten]], [[Milz]], [[Tonsillen]]). Dort werden sie von den fibroblastischen Retikulumzellen synthetisiert.
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Kollagen III ist ein wichtiger Bestandteil [[Retikulinfaser|retikulärer Fasern]], die wiederum das retikuläre Bindegewebe bilden. Dieses findet sich vor allem in den [[lymphatisches Organ|lymphatischen Organen]] ([[Lymphknoten]], [[Milz]], [[Tonsillen]]). Dort werden die Fasern von den fibroblastischen [[Retikulumzelle]]n synthetisiert.
  
Collagen III kommt insgesamt in verschiedenen Geweben vor:
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Besonders zahlreich ist es in Organen vertreten, die funktionsbedingt eine gewisse [[Elastizität]] besitzen. Dazu gehören z.B. die [[Haut]], die [[Lunge]] und die großen [[Arterie]]n.
 
Besonders zahlreich ist es in Organen vertreten, die funktionsbedingt eine gewisse [[Elastizität]] besitzen. Dazu gehören z.B. die [[Haut]], die [[Lunge]] und die großen [[Arterie]]n.
  
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== Funktion==
In Tierexperimenten an Mäusen wurde versucht die Funktion von Collagen III mittels Ausschalten des für die Produktion mit verantwortlichen Gens, dem COL3A1-Gen, genauer zu untersuchen.  
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In Tierexperimenten an Mäusen ([[Knockout-Maus]]) wurde die Funktion von Kollagen III mittels Ausschalten des für die Produktion verantwortlichen Gens ([[COL3A1]]) genauer untersucht.  
  
 
=== Gefäße===
 
=== Gefäße===
Bei Mäusen mit mutiertem [[COL3A1]]-Gen konnte eine vermehrte Elastizität der großen Arterien nachgewiesen werden, welche häufig in einem [[Aortenaneurysma]] oder seltener in einem [[zerebral]]en Aneurysma resultierten. Die generell deutlich reduzierte Lebenserwartung der Mäuse, die eine mutationsbedingte verminderte Collagen III-Produktion zeigten, war meist die Folge einer [[Aortenruptur]] oder der Ruptur anderer großer Gefäße. Die mitttelgroßen und kleinen Arterien zeigten ebensowenig eindeutige Abnormalitäten wie das [[Herz]]. Collagen III scheint folglich eine wichtige Rolle beim Erhalt der Stabilität und der Elastizität großer Arterien zu spielen.
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Bei Mäusen mit mutiertem COL3A1-Gen konnte eine vermehrte Elastizität der großen Arterien nachgewiesen werden, welche häufig zu einem [[Aortenaneurysma]] oder seltener zu einem [[zerebral]]en Aneurysma führte. Die generell deutlich reduzierte Lebenserwartung der Mäuse, die eine verminderte Kollagen-III-Produktion zeigten, war meist die Folge einer [[Aortenruptur]] oder der Ruptur anderer großer Gefäße. Die mitttelgroßen und kleinen Arterien zeigten ebensowenig eindeutige pathologische Veränderungen wie das [[Herz]]. Kollagen III scheint folglich eine wichtige Rolle beim Erhalt der Stabilität und der Elastizität großer Arterien zu spielen.
  
 
Mutationen im COL3A1-Gen können auch zur vaskulären Form des [[Ehlers-Danlos-Syndrom]]s führen.
 
Mutationen im COL3A1-Gen können auch zur vaskulären Form des [[Ehlers-Danlos-Syndrom]]s führen.
  
 
=== Darm ===
 
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Eine fehlerhafte Collagen III-Produktion führte in Tierversuchen zu einem vermehrten Auftreten eines [[Megacolon]]s, sodass auch hier eine stabilisierende Funktion vermutet wird.
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Eine fehlerhafte Kollagen-III-Produktion führte in Tierversuchen zum vermehrten Auftreten eines [[Megacolon]]s, sodass auch hier eine stabilisierende Funktion vermutet wird.
  
 
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=== Haut ===
Bei gänzlich ausbleibender Collagen III-Produktion wurden im Tierversuch Hautläsionen in Form kleinerer [[Erosion]]en beobachtet, die nicht auf ein [[Trauma]] zurückgeführt werden konnten. Diese Beobachtungen suggerieren eine Relavanz von Collagen III für eine intakte Haut.
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Bei gänzlich ausbleibender Kollagen III-Produktion wurden im Tierversuch Hautläsionen in Form kleinerer [[Erosion]]en beobachtet, die nicht auf ein [[Trauma]] zurückgeführt werden konnten. Diese Beobachtungen suggerieren eine Relevanz von Kollagen III für eine intakte Haut.
  
 
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Trotz Vorkommen in anderen Geweben konnten keine weiteren Erkrankungen, die mit einer gestörten Kollagen-III-Produktion einhergehen, nachgewiesen werden. Die beschriebenen [[Pathologie]]n sind vermutlich auf eine gestörte [[Fibrillogenese]] zurückzuführen, bei der Kollagen III in einigen Organen eine wichtige Aufgabe zu haben scheint.
Trotz Vorkommen in anderen Geweben konnten keine weiteren Erkrankungen, die mit einer gestörten Collagen III-Produktion einhergehen, nachgewiesen werden. Die beschriebenen [[Pathologie]]n sind vermutlich auf eine gestörte [[Fibrillogenese]] zurückzuführen, in der Collagen III in einigen Organen eine wichtige Aufgabe zu haben scheint.
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[[Fachgebiet:Biochemie]]
 
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2018, 20:19 Uhr

Synonyme: Kollagen 3, Collagen III, Kollagen Typ III, Collagen Typ III

1 Definition

Kollagen III ist ein Protein, das vor allem in elastischen Geweben und im retikulären Bindegewebe vorkommt. Es ist häufig mit Kollagen I assoziiert und zählt zu den fibrillären Kollagenen.

2 Vorkommen

Kollagen III ist ein wichtiger Bestandteil retikulärer Fasern, die wiederum das retikuläre Bindegewebe bilden. Dieses findet sich vor allem in den lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz, Tonsillen). Dort werden die Fasern von den fibroblastischen Retikulumzellen synthetisiert.

Kollagen III kommt in vielen verschiedenen Geweben vor, u.a. in:

Besonders zahlreich ist es in Organen vertreten, die funktionsbedingt eine gewisse Elastizität besitzen. Dazu gehören z.B. die Haut, die Lunge und die großen Arterien.

3 Funktion

In Tierexperimenten an Mäusen (Knockout-Maus) wurde die Funktion von Kollagen III mittels Ausschalten des für die Produktion verantwortlichen Gens (COL3A1) genauer untersucht.

3.1 Gefäße

Bei Mäusen mit mutiertem COL3A1-Gen konnte eine vermehrte Elastizität der großen Arterien nachgewiesen werden, welche häufig zu einem Aortenaneurysma oder seltener zu einem zerebralen Aneurysma führte. Die generell deutlich reduzierte Lebenserwartung der Mäuse, die eine verminderte Kollagen-III-Produktion zeigten, war meist die Folge einer Aortenruptur oder der Ruptur anderer großer Gefäße. Die mitttelgroßen und kleinen Arterien zeigten ebensowenig eindeutige pathologische Veränderungen wie das Herz. Kollagen III scheint folglich eine wichtige Rolle beim Erhalt der Stabilität und der Elastizität großer Arterien zu spielen.

Mutationen im COL3A1-Gen können auch zur vaskulären Form des Ehlers-Danlos-Syndroms führen.

3.2 Darm

Eine fehlerhafte Kollagen-III-Produktion führte in Tierversuchen zum vermehrten Auftreten eines Megacolons, sodass auch hier eine stabilisierende Funktion vermutet wird.

3.3 Haut

Bei gänzlich ausbleibender Kollagen III-Produktion wurden im Tierversuch Hautläsionen in Form kleinerer Erosionen beobachtet, die nicht auf ein Trauma zurückgeführt werden konnten. Diese Beobachtungen suggerieren eine Relevanz von Kollagen III für eine intakte Haut.

Trotz Vorkommen in anderen Geweben konnten keine weiteren Erkrankungen, die mit einer gestörten Kollagen-III-Produktion einhergehen, nachgewiesen werden. Die beschriebenen Pathologien sind vermutlich auf eine gestörte Fibrillogenese zurückzuführen, bei der Kollagen III in einigen Organen eine wichtige Aufgabe zu haben scheint.

Fachgebiete: Biochemie, Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Februar 2018 um 20:19 Uhr bearbeitet.

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