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Kleinhirnkern

Version vom 1. August 2013, 18:36 Uhr von Simone Ammann (Diskussion | Beiträge)

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Synonym: Nuclei cerebelli
Englisch: nuclei of cerebellum

1 Definition

Als Kleinhirnkerne bezeichnet man vier Kerngebiete im Mark des Kleinhirns (=Cerebellum) . Sie befinden sich in der weißen Substanz (= Substantia alba) des Corpus medullare cerebelli, sind paarig angelegt und können in drei funktionelle Längszonen gegliedert werden. Von medial nach lateral heißen die Kerne:

Der Nucleus globosus und der Nucleus emboliformis werden zusammen als Nucleus interpositus bezeichnet

2 Anatomie

2.1 Nucleus fastigii

Der Nucleus fastigii ist in der medialen Zone des Archicerebellum lokalisiert. Er erhält Afferenzen aus dem Vestibularbereich. Efferenzen laufen, unter Ausbildung von fastigiobulbären Fasern, durch den unteren Kleinhirnstiel zur Formatio reticularis, als Tractus rubrospinalis, sowie zu den Vestibulariskernen (Tractus vestibulospinalis). Hauptaufgabe ist die Kontrolle von Haltung und Muskeltonus sowie Aufrechterhaltung des Gleichgewichts.

2.2 Nucleus globosus et Nucleus emboliformis

Der Nucleus globosus und der Nucleus emboliformis gehören zur paramedianen Zone des Paleocerebellum mit Eingängen aus dem sensomotorischen Bereich. Sie geben folgende Efferenzen ab:

Hauptaufgabe des Nucleus globosus und Nucleus emboliformis ist die Koordination der Stütz-und Zielmotorik.

2.3 Nucleus dentatus

Der Nucleus dentatus ist der größte Kleinhirnkern. Es bestehen afferente Verbindungen zur lateralen Zone des Neocerebellum. Seine Efferenzen bilden den größten Teil des oberen Kleinhirnstiels. Sie ziehen als Tractus cerebellothalamicus nach Kreuzung zum kontralateralen Thalamus (Nucleus ventralis lateralis und Nucleus ventralis intralaminaris) und dann zum Neocortex. Die Hauptaufgabe des Nucleus dentatus ist die Modulation und Regulation von zielmotorischen Bewegungen.

3 Verschaltungen

Die Axone der Purkinje-Zellen durchlaufen die Körnerzellschicht und die Weiße Substanz und bilden inhibitorische Synpasen an den Kleinhirnkernen aus. Jeder Kleinhirnkern ist mit inhibitorischen Efferenzen der Purkinje-Zellen, des über ihm stehenden Kleinhirnsegments verbunden:

Die Afferenzen des Kleinhirns, Moosfasern und Kletterfasern, erregen die Purkinje-Zellen, die ihrerseits eine hemmende Wirkung auf die Kleinhirnkerne haben. Gleichzeitig haben Moosfasern und Kletterfasern aber auch direkte erregende Verbindungen mit den Kleinhirnkernen. Die Kleinhirnkerne erhalten über dieses System sowohl eine direkte Kopie der Eingänge (über die direkte Kollaterale), und indirekt eine vom Cortex cerebelli modulierte Information über die Axone der Purkinje-Zellen. Durch diese Verschaltung führt jeder Impuls, der das Kleinhirn erreicht, zu einer direkten erregenden und verspäteten hemmenden Beeinflussung des jeweiligen Ausgangskerns.

4 Ausfälle der Kleinhirnkerne

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