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Kephalhämatom

Version vom 10. Januar 2019, 12:00 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Zephalhämatom, Kopfblutgeschwulst, subgaleatisches Hämatom
Englisch: cephalhematoma

1 Definition

Das Kephalhämatom ist ein Geburtstrauma mit Ausbildung eines Hämatoms zwischen Knochen und Periost des kindlichen Kopfes.

2 Pathogenese

Unter der Geburt wirken tangentiale Kräfte auf den kindlichen Kopf ein. Dabei kann es abhängig von der Enge des Geburtskanals zu Zerreißungen kleiner Blutgefäße zwischen Schädelknochen und Periost kommen. Das anfänglich weiche Hämatom füllt sich rasch mit Blut und imponiert als harte Schwellung des Kopfes.

3 Klinik

Prädilektionsstelle für die Ausbildung eines Kephalhämatoms sind die Scheitelbeine (Os parietale). Die prall elastische Schwellung des Kopfes ist meist einseitig, seltener auch beidseitig vorzufinden.

Charakteristisch ist die Begrenzung des Kephalhämatoms durch die Suturen des Schädels. An den beteiligten Schädelknochen können im Rahmen der Hämatombildung inkomplette Frakturen, sogenannte Infraktionen entstehen.

Kephalhämatom

3.1 Komplikationen

Durch den Blutverlust in das Hämatom kann eine therapiebedürftige Anämie entstehen. Massive Kephalhämatome können einen hypovolämischen Schock auslösen. Besonders stark ausgeprägte Kephalhämatome können ein Hinweis für eine Gerinnungsstörung sein (v.a. Hämophilie bei männlichen Neugeborenen).

4 Differentialdiagnosen

5 Therapie

Das Kephalhämatom wird in der Regel binnen weniger Wochen resorbiert. Dabei kann es im Rahmen der Heilung zur Verknöcherung des Hämatomrandes kommen.

Eine Therapie ist daher bei unkompliziertem Verlauf nicht notwendig. Bei ausgeprägten Befunden kann eine entlastende Punktion durchgeführt werden. Diese birgt jedoch immer das Risiko einer sekundären Infektion und sollte daher wohl überlegt sein.

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