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Karpaltunnelsyndrom: Unterschied zwischen den Versionen

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Betroffene Patienten klagen über [[Schmerz]]en und [[Parästhesie]]n im Versorgungsgebiet des Nervus medianus. Häufig werden auch zur Nacht eintretende Schmerzen im Bereich des [[Unterarm]]s beschrieben. Nach längerem Bestehen kommt es zur [[Atrophie]] des [[Thenar]]s.
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Betroffene Patienten klagen über [[Schmerz]]en und [[Parästhesie]]n im Versorgungsgebiet des Nervus medianus. Häufig werden auch zur Nacht eintretende Schmerzen im Bereich des [[Unterarm]]s beschrieben. Nach längerem Bestehen kommt es zur [[Atrophie]] der Daumenballenmuskeln ([[Thenarmuskulatur]]).
  
 
Die Diagnose eines Karpaltunnel-Syndroms erfolgt nach klinischer Untersuchung und Objektivierung der Auswirkungen der Nervenkompression durch ein [[Elektroneurogramm]] und ggf. [[Elektromyogramm]].
 
Die Diagnose eines Karpaltunnel-Syndroms erfolgt nach klinischer Untersuchung und Objektivierung der Auswirkungen der Nervenkompression durch ein [[Elektroneurogramm]] und ggf. [[Elektromyogramm]].
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==Differentialdiagnosen==
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* Hypertrophie des [[Musculus pronator teres]] bzw. [[Musculus pronator quadratus]], z.B. bei Sportlern oder Handwerkern. Insbesondere das Herausdrehen von Schrauben ([[Pronation]]sbewegung) kann zur bewegungsabhängigen Kompression des Nervus medianus mit Parästhesien in den Fingern führen.
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* [[Nervus interosseus anterior-Syndrom]]
  
 
==Therapie==
 
==Therapie==
 
Die Therapie des Karpaltunnel-Syndroms kann konservativ oder operativ erfolgen, wobei in den meisten Fällen zunächst der Versuch einer konservativen Therapie zu unternehmen ist.
 
Die Therapie des Karpaltunnel-Syndroms kann konservativ oder operativ erfolgen, wobei in den meisten Fällen zunächst der Versuch einer konservativen Therapie zu unternehmen ist.
  
Dazu wird das Handgelenk zeitweise ruhiggestellt, bei Verdacht auf einen Zusammenhang mit einem Übergewicht eine Gewichtsreduktion empfohlen. Die lokale [[Injektion]] von [[Kortikosteroid]]en ergänzt das Vorgehen.
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===Konservative Therapie===
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Dazu wird das Handgelenk mit einer [[Schienenverband|Schienen-]] oder [[Tapeverband]] zeitweise ruhiggestellt. Die lokale [[Injektion]] von [[Kortikosteroid]]en ergänzt das Vorgehen. Systemisch können zusätzlich [[Antiphlogistikum|Antiphlogistika]] und ggf. [[Diuretikum|Diuretika]] gegeben werden. Bei Verdacht auf einen Zusammenhang mit einem Übergewicht wird eine [[Gewichtsreduktion ]] empfohlen.  
  
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===Opertiave Therapie===
 
Bei erfolgloser konservativer Therapie ist eine Operation notwendig. Dabei wird das Ligamentum carpi transversum unter Schonung umgebender [[Nerv]]en und [[Blutgefäß]]e gespalten und der Nerv mechanisch entlastet. Der Eingriff kann auch [[endoskopisch]] erfolgen und ist bei adäquater Durchführung mit einem geringen Risiko verbunden.
 
Bei erfolgloser konservativer Therapie ist eine Operation notwendig. Dabei wird das Ligamentum carpi transversum unter Schonung umgebender [[Nerv]]en und [[Blutgefäß]]e gespalten und der Nerv mechanisch entlastet. Der Eingriff kann auch [[endoskopisch]] erfolgen und ist bei adäquater Durchführung mit einem geringen Risiko verbunden.

Version vom 23. März 2006, 12:35 Uhr

Abkürzung: CTS
Synonym: Tinel-Syndrom
Englisch: carpal tunnel syndrome

1 Definition

Das Karpaltunnel-Syndrom ist ein Engpasssyndrom (Nervenkompressionssyndrom) des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel.

2 Ätiologie

Der Nervus medianus wird unterhalb des Ligamentum carpi transversum abgedrückt. Die Ursachen für diese mechanische Kompression sind vielfältig und können die Kompression akut (z.B. Trauma) oder chronisch progredient (z.B. Ablagerungen bei Stoffwechselerkrankungen) bedingen:

3 Symptome

Betroffene Patienten klagen über Schmerzen und Parästhesien im Versorgungsgebiet des Nervus medianus. Häufig werden auch zur Nacht eintretende Schmerzen im Bereich des Unterarms beschrieben. Nach längerem Bestehen kommt es zur Atrophie der Daumenballenmuskeln (Thenarmuskulatur).

Die Diagnose eines Karpaltunnel-Syndroms erfolgt nach klinischer Untersuchung und Objektivierung der Auswirkungen der Nervenkompression durch ein Elektroneurogramm und ggf. Elektromyogramm.

4 Differentialdiagnosen

5 Therapie

Die Therapie des Karpaltunnel-Syndroms kann konservativ oder operativ erfolgen, wobei in den meisten Fällen zunächst der Versuch einer konservativen Therapie zu unternehmen ist.

5.1 Konservative Therapie

Dazu wird das Handgelenk mit einer Schienen- oder Tapeverband zeitweise ruhiggestellt. Die lokale Injektion von Kortikosteroiden ergänzt das Vorgehen. Systemisch können zusätzlich Antiphlogistika und ggf. Diuretika gegeben werden. Bei Verdacht auf einen Zusammenhang mit einem Übergewicht wird eine Gewichtsreduktion empfohlen.

5.2 Opertiave Therapie

Bei erfolgloser konservativer Therapie ist eine Operation notwendig. Dabei wird das Ligamentum carpi transversum unter Schonung umgebender Nerven und Blutgefäße gespalten und der Nerv mechanisch entlastet. Der Eingriff kann auch endoskopisch erfolgen und ist bei adäquater Durchführung mit einem geringen Risiko verbunden.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. März 2021 um 20:16 Uhr bearbeitet.

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