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Karotisdruckversuch

Version vom 23. Januar 2017, 21:30 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Karotissinusmassage (KSM), Carotisdruckversuch

1 Definition

Der Karotisdruckversuch ist ein einfacher klinischer Funktionstest zur Feststellung eines Karotissinussyndroms.

Als Karotissinusmassage kann der Karotisdruck außerdem durchgeführt werden, um über eine Reizung parasympathischer Nerven eine supraventrikuläre Tachykardie zu terminieren.

2 Durchführung

Der Test erfolgt unter EKG-Ableitung und kontinuierlicher Blutdruckmessung. Der Untersucher massiert über ca. 10 Sekunden die Barorezeptoren des Karotissinus im Bereich der Bifurkation der Arteria carotis. Dabei sollte kein starker Druck ausgeübt werden, um die Ablösung von Gefäßplaques zu verhindern. Dabei ist es wichtig vorher die Karotiden zu auskultieren, da bei einer schon bestehenden Stenose die Gefahr einer zerebralen Ischämie besteht.

Kommt es unter der Massage zu einer Asystolie von mehr als 3 Sekunden oder zu einem Abfall des systolischen Blutdruckes um mehr als 50 mm Hg, liegt wahrscheinlich ein hyperaktiver Karotissinus vor.

3 Kontraindikation

Bei Strömungsgeräuschen ist eine Duplexsonographie der Karotiden zum Ausschluss von mobilisierbaren Plaques notwendig.

Fachgebiete: Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Januar 2017 um 21:30 Uhr bearbeitet.

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