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Die Bezeichnung der medikamentösen Kardioversion ist der Rhythmuskontrolle von [[persistierend]]em Vorhofflimmern vorbehalten. Medikamente, die eine Sinusrhythmuskonversion erzwingen können sind
 
Die Bezeichnung der medikamentösen Kardioversion ist der Rhythmuskontrolle von [[persistierend]]em Vorhofflimmern vorbehalten. Medikamente, die eine Sinusrhythmuskonversion erzwingen können sind
 
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===Elektrische Kardioversion===
 
===Elektrische Kardioversion===
 
Unter der elektrischen Kardioversion versteht man die Sinusrhythmuskonversion durch einen Gleichstromimpuls. Dieser kann
 
Unter der elektrischen Kardioversion versteht man die Sinusrhythmuskonversion durch einen Gleichstromimpuls. Dieser kann
* extern mittels [[Defibrillator]] (externe elektrische Kardioversion) oder durch einen
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* mittels [[Defibrillator]] auf die [[Brustwand]] ('''externe elektrische Kardioversion''') oder durch einen
* implantierbaren Cardioverter/Defibrillator ([[ICD]]) (interne elektrische Kardioversion)  
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* implantierbaren Cardioverter/Defibrillator ([[ICD]]) unmittelbar am [[Herz]]en ('''interne elektrische Kardioversion''')  
 
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===externe elektrische Kardioversion===
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===Externe elektrische Kardioversion===
 
Die externe elektrische Kardioversion erfolgt als [[elektiv]]er Eingriff bei anhaltendem Vorhofflimmern oder als Notfalleingriff bei [[Antiarrhythmikum|antiarrhytmikaresistenten]] ventrikulären Tachykardien. Sie erfordert die vorherige Narkotisierung des Patienten. Der Stromstoß wird EKG-synchron nach Einfall einer [[R-Zacke]] abgegeben. Die Energie des applizierten Stromstoßes ist in Abhängigkeit der [[Indikation]] zu wählen. Vorhofflimmern erfordert i.d.R. eine einmalige Applikation von 200 Joule (biphasischer Defibrillator). Zur Unterbrechung ventrikulärer Tachykardien werden initial niederenergetischere Stromstöße appliziert, die bei Nichtansprechen bis zu 200 Joule (biphasischer Defibrillator) steigerbar sind.
 
Die externe elektrische Kardioversion erfolgt als [[elektiv]]er Eingriff bei anhaltendem Vorhofflimmern oder als Notfalleingriff bei [[Antiarrhythmikum|antiarrhytmikaresistenten]] ventrikulären Tachykardien. Sie erfordert die vorherige Narkotisierung des Patienten. Der Stromstoß wird EKG-synchron nach Einfall einer [[R-Zacke]] abgegeben. Die Energie des applizierten Stromstoßes ist in Abhängigkeit der [[Indikation]] zu wählen. Vorhofflimmern erfordert i.d.R. eine einmalige Applikation von 200 Joule (biphasischer Defibrillator). Zur Unterbrechung ventrikulärer Tachykardien werden initial niederenergetischere Stromstöße appliziert, die bei Nichtansprechen bis zu 200 Joule (biphasischer Defibrillator) steigerbar sind.
  
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* der vorherige Ausschluss [[intrakavitär]]er Thromben im linken [[Herzvorhov]] mittels [[transösophageale Echokardiographie|transösophagealer Echokardiographie]], sowie
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* der vorherige Ausschluss [[intrakavitär]]er Thromben im linken [[Herzvorhof]] mittels [[transösophageale Echokardiographie|transösophagealer Echokardiographie]], sowie
* eine [[Heparinisierung]]
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* eine [[Heparinisierung]] des Patienten
indiziert.
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Des Weiteren kann sich als Reaktion auf die Kardioversion eine [[Asystolie]] einstellen, die zumeist jedoch spontan konvertiert.
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''siehe auch: [[Defibrillation]]''
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[[Fachgebiet:Intensivmedizin]]
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[[Fachgebiet:Kardiologie]]
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[[Tag:Herz]]
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[[Tag:Herzrhythmusstörung]]

Aktuelle Version vom 8. November 2018, 01:17 Uhr

Englisch: cardioversion

1 Definition

Als Kardioversion bezeichnet man die iatrogene Konversion von Herzrhythmusstörungen in einen Sinusrhythmus.

2 Indikation

Die Kardioversion findet Anwendung in der Behandlung von

3 Verfahren

3.1 Medikamentöse Kardioversion

Die Bezeichnung der medikamentösen Kardioversion ist der Rhythmuskontrolle von persistierendem Vorhofflimmern vorbehalten. Medikamente, die eine Sinusrhythmuskonversion erzwingen können sind

3.2 Elektrische Kardioversion

Unter der elektrischen Kardioversion versteht man die Sinusrhythmuskonversion durch einen Gleichstromimpuls. Dieser kann

  • mittels Defibrillator auf die Brustwand (externe elektrische Kardioversion) oder durch einen
  • implantierbaren Cardioverter/Defibrillator (ICD) unmittelbar am Herzen (interne elektrische Kardioversion)

gesetzt werden.

3.3 Externe elektrische Kardioversion

Die externe elektrische Kardioversion erfolgt als elektiver Eingriff bei anhaltendem Vorhofflimmern oder als Notfalleingriff bei antiarrhytmikaresistenten ventrikulären Tachykardien. Sie erfordert die vorherige Narkotisierung des Patienten. Der Stromstoß wird EKG-synchron nach Einfall einer R-Zacke abgegeben. Die Energie des applizierten Stromstoßes ist in Abhängigkeit der Indikation zu wählen. Vorhofflimmern erfordert i.d.R. eine einmalige Applikation von 200 Joule (biphasischer Defibrillator). Zur Unterbrechung ventrikulärer Tachykardien werden initial niederenergetischere Stromstöße appliziert, die bei Nichtansprechen bis zu 200 Joule (biphasischer Defibrillator) steigerbar sind.

3.3.1 Komplikationen

Durch die Kardioversion kann es zu einer Verschleppung intraatrialer Thromben mit konsekutiver arterieller Embolie kommen. Bei geplanten Eingriffen ist daher

indiziert.

Des Weiteren kann sich als Reaktion auf die Kardioversion eine Asystolie einstellen, die zumeist jedoch spontan konvertiert.

siehe auch: Defibrillation

Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2018 um 01:17 Uhr bearbeitet.

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