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Kardioversion: Unterschied zwischen den Versionen

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* der vorherige Ausschluss [[intrakavitär]]er Thromben im linken [[Herzvorhov]] mittels [[transösophageale Echokardiographie|transösophagealer Echokardiographie]], sowie
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* der vorherige Ausschluss [[intrakavitär]]er Thromben im linken [[Herzvorhof]] mittels [[transösophageale Echokardiographie|transösophagealer Echokardiographie]], sowie
 
* eine [[Heparinisierung]]
 
* eine [[Heparinisierung]]
 
indiziert.
 
indiziert.

Version vom 2. Juli 2011, 00:16 Uhr

Englisch: cardioversion

1 Definition

Als Kardioversion bezeichnet man die iatrogene Konversion von Herzrhythmusstörungen in einen Sinusrhythmus.

2 Indikation

Die Kardioversion findet Anwendung in der Behandlung von

3 Verfahren

3.1 medikamentöse Kardioversion

Die Bezeichnung der medikamentösen Kardioversion ist der Rhythmuskontrolle von persistierendem Vorhofflimmern vorbehalten. Medikamente, die eine Sinusrhythmuskonversion erzwingen können sind

3.2 Elektrische Kardioversion

Unter der elektrischen Kardioversion versteht man die Sinusrhythmuskonversion durch einen Gleichstromimpuls. Dieser kann

  • mittels Defibrillator auf die Brustwand (externe elektrische Kardioversion) oder durch einen
  • implantierbaren Cardioverter/Defibrillator (ICD) unmittelbar am Herzen (interne elektrische Kardioversion)

gesetzt werden.

3.3 externe elektrische Kardioversion

Die externe elektrische Kardioversion erfolgt als elektiver Eingriff bei anhaltendem Vorhofflimmern oder als Notfalleingriff bei antiarrhytmikaresistenten ventrikulären Tachykardien. Sie erfordert die vorherige Narkotisierung des Patienten. Der Stromstoß wird EKG-synchron nach Einfall einer R-Zacke abgegeben. Die Energie des applizierten Stromstoßes ist in Abhängigkeit der Indikation zu wählen. Vorhofflimmern erfordert i.d.R. eine einmalige Applikation von 200 Joule (biphasischer Defibrillator). Zur Unterbrechung ventrikulärer Tachykardien werden initial niederenergetischere Stromstöße appliziert, die bei Nichtansprechen bis zu 200 Joule (biphasischer Defibrillator) steigerbar sind.

3.3.1 Komplikationen

Durch die Kardioversion kann es zu einer Verschleppung intraatrialer Thromben mit konsekutiver arterieller Embolie kommen. Bei geplanten Eingriffen ist daher

indiziert.

siehe auch: Defibrillation

Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2018 um 01:17 Uhr bearbeitet.

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