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Kapillarblut

Version vom 28. Januar 2004, 15:56 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

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Kapillarblut wird für eine Vielzahl verschiedener Laboruntersuchungen verwendet, vor allem für die Schnelldiagnostik mit Teststreifen (z.B. beim Diabetes).

Das Kapillarblut wird im Gegensatz zum Vollblut nicht aus einem größeren Gefäß entnommen, sondern durch Punktion der Haut mit einer scharfen Lanzette. Durch die Verletzung von kleinen Gefäßen und Kapillaren sammelt sich das Blut im Bereich der Wunde. Es wird entweder direkt auf einen Teststreifen oder ein Testgerät aufgebracht oder mithilfe einer heparinisierten Glaskapillare aufgesogen (z.B. zur Blutgasanalyse).

Kapillarblut ist "quasiarterielles" Blut. Im Vergleich zum venösen Vollblut können die Messwerte für bestimmte Stoffe (Glukose, Aminosäuren etc.) oder die Anzahl der Blutzellen abweichen. Durch Fehler bei der Probengewinnung (Pressen im Wundbereich) können zusätzliche Abweichungen entstehen, da das Kapillarblut vom Gewebswasser "verdünnt" wird.

siehe auch: Kapillarblutgewinnung

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Februar 2006 um 17:40 Uhr bearbeitet.

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