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Kampfstoff: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Kampfstoffe''' sind chemische Substanzen, die in militärische Auseinandersetzungen als Waffe  verwendet werden können. Beispielsubstanzen sind unter anderem [[Tabun]], [[Sarin]] und [[ Soman]].
  
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Nach ihrem hauptsächlichen Angriffsort unterscheidet man:
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* [[Blutkampfstoff]]e
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* [[Hautkampfstoff]]
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* [[Nervenkampfstoff]]
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* [[Psychokampfstoff]]
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* [[Augenkampfstoff]]
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* [[Nasen- und Rachenkampfstoff]]
  
Die Aufnahme der Kampfstoffe erfolgt '''oral, inhalatorisch oder auch transdermal''' (auch als Kontaktgift bekannt).
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==Aufnahme==
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Die Aufnahme vom Kampfstoffen kann substanzabhängig [[oral]], über die [[Haut]] ([[transdermal]]) oder [[Schleimhaut]] sowie über die [[Atemwege]] (per [[Inhalation]]) erfolgen.
  
'''Wirkung'''
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==Wirkung==
 
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Die Wirkungen von Kampfstoffen sind abhängig von der jeweils eingesetzten Su�bstanz. Ziel ist es, das Angriffsobjekt kampfunfähig zu machen oder zu töten.
Bei der Wirkung wird zwischen muskarinischer und nikotinischer Wirkung unterschieden.
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[[Fachgebiet:Toxikologie]]
 
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[[Tag:Kampfstoff]]
'''''Muskarinische Wirkung''''' sind unter anderem: Erhöhte Speichel und Bronchialsekretion, Schweißausbrüche, Überlkeit, Erbrechen, Bradykardie, Bronchospasmus.
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[[Tag:Waffe]]
 
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'''''Nikotinische Wirkungen''''' sind Muskelschwäche und unwillkürliche, unregelmäßige Kontraktionen von Muskelfasern (auch als Faszikulationen) bekannt.
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Ebenfalls besteht eine '''''zentrale Wirkung auf das ZNS''''' die sich mit Angstgefühlen, Kopfschmerzen, Krämpfen und Atemlähmungen äußern können.
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'''Behandlung'''
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Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit Atropin. Atropin bewirkt eine Rezeptorblockade mit antagonistischen Effekt. Die Depolarisation kann aufgrund des fehlenden Ioneneinstroms nicht weitergeleitet werden.
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Weiterhin wird eine ''Cholinesterase- Regeneration'' angestrebt. Die eingesetzten Antidote Pralidoxim, Obidoxim wirken besonders gut an der neuromuskulären Synapse, und besitzen keine ZNS- Gängigkeit. Dabei ist zu beachten, dass die Acetylcholinesterase nur wenige Stunden nach Giftwirkung reversibel ist, und mit Hilfe der Antidote in den Normalzustand versetzt werden können. Dieses Phänomen ist auch als Alterungsphänomen der Acetylcholinesterase bekannt.
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Version vom 13. Dezember 2016, 19:31 Uhr

Synonym: chemische Waffe

1 Definition

Kampfstoffe sind chemische Substanzen, die in militärische Auseinandersetzungen als Waffe verwendet werden können. Beispielsubstanzen sind unter anderem Tabun, Sarin und Soman.

2 Einteilung

Nach ihrem hauptsächlichen Angriffsort unterscheidet man:

3 Aufnahme

Die Aufnahme vom Kampfstoffen kann substanzabhängig oral, über die Haut (transdermal) oder Schleimhaut sowie über die Atemwege (per Inhalation) erfolgen.

4 Wirkung

Die Wirkungen von Kampfstoffen sind abhängig von der jeweils eingesetzten Su�bstanz. Ziel ist es, das Angriffsobjekt kampfunfähig zu machen oder zu töten.

Tags: ,

Fachgebiete: Toxikologie

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