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Kampfstoff: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 13. Dezember 2016, 10:21 Uhr

Beispielsubstanzen für Kampfstoffe sind unter anderem: Tabun, Sarin, Soman.

Aufnahme

Die Aufnahme der Kampfstoffe erfolgt oral, inhalatorisch oder auch transdermal (auch als Kontaktgift bekannt).

Wirkung

Bei der Wirkung wird zwischen muskarinischer und nikotinischer Wirkung unterschieden.

Muskarinische Wirkung sind unter anderem: Erhöhte Speichel und Bronchialsekretion, Schweißausbrüche, Überlkeit, Erbrechen, Bradykardie, Bronchospasmus.

Nikotinische Wirkungen sind Muskelschwäche und unwillkürliche, unregelmäßige Kontraktionen von Muskelfasern (auch als Faszikulationen) bekannt.

Ebenfalls besteht eine zentrale Wirkung auf das ZNS die sich mit Angstgefühlen, Kopfschmerzen, Krämpfen und Atemlähmungen äußern können.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit Atropin. Atropin bewirkt eine Rezeptorblockade mit antagonistischen Effekt. Die Depolarisation kann aufgrund des fehlenden Ioneneinstroms nicht weitergeleitet werden.

Weiterhin wird eine Cholinesterase- Regeneration angestrebt. Die eingesetzten Antidote Pralidoxim, Obidoxim wirken besonders gut an der neuromuskulären Synapse, und besitzen keine ZNS- Gängigkeit. Dabei ist zu beachten, dass die Acetylcholinesterase nur wenige Stunden nach Giftwirkung reversibel ist, und mit Hilfe der Antidote in den Normalzustand versetzt werden können. Dieses Phänomen ist auch als Alterungsphänomen der Acetylcholinesterase bekannt.

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Fachgebiete: Toxikologie

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