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KISS-Schema

Version vom 29. Januar 2019, 13:18 Uhr von Julian Heilmann (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Das KISS-Schema ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für Beckenverletzungen.

2 Methodik

Wenn

  • die Kinematik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
  • die Inspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
  • der Patient Schmerzen im Bereich des Beckens oder der unteren Extremitäten angibt,

ist eine Stabilisierung des Beckens im Sinne einer Beckenschlinge indiziert.

Wenn Kinematik, Inspektion oder Schmerz positiv sind wird das Becken nicht palpiert. Wenn alle drei Kriterien negativ sind, kann die Stabilität überprüft werden. Dies sollte allerdings nur von erfahrenen Unfallchirurgen im klinischen Umfeld geschehen. Die präklinische Manipulation des Beckens führt zu keinem Vorteil, für den Patienten oder seine weitere Behandlung.

3 Quellen

Gassauer, M.; Münzberg, M.; Kreinest, M. (2015): Notärztliche Versorgung von Traumapatienten. In: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 10 (05), S. 391–403. DOI: 10.1055/s-0041-104490.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2019 um 17:56 Uhr bearbeitet.

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