Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

KISS-Schema: Unterschied zwischen den Versionen

 
(5 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
# redirect [[Beckenverletzung]]
+
== Definition ==
 +
Das '''KISS-Schema''' ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für [[Beckenverletzung]]en.
 +
 
 +
== Methodik ==
 +
Wenn
 +
* die '''K'''inetik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
 +
* die '''I'''nspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
 +
* der Patient '''S'''chmerzen im Bereich des [[Becken]]s oder der unteren [[Extremität]]en angibt,
 +
ist eine '''S'''tabilisierung des Beckens im Sinne einer [[Beckenschlinge]] indiziert.
 +
 
 +
Wenn [[Kinematik]], [[Inspektion]] oder [[Schmerz]] positiv sind, sollten neben der Stabilisierung keine weiteren Manipulationen am Becken erfolgen. Sind alle drei Kriterien negativ, kann die Stabilität überprüft werden - möglichst von einem erfahrenen [[Unfallchirurg]]en. Die präklinische Manipulation des Beckens hat keine Vorteile für den Patienten oder seine weitere Behandlung.
 +
 
 +
== Quellen ==
 +
Gassauer, M.; Münzberg, M.; Kreinest, M. (2015): Notärztliche Versorgung von Traumapatienten. In: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 10 (05), S. 391–403. DOI: 10.1055/s-0041-104490.
 
[[Fachgebiet:Notfallmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Notfallmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Orthopädie und Unfallchirurgie]]
 
[[Fachgebiet:Orthopädie und Unfallchirurgie]]

Aktuelle Version vom 27. Mai 2019, 17:56 Uhr

1 Definition

Das KISS-Schema ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für Beckenverletzungen.

2 Methodik

Wenn

  • die Kinetik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
  • die Inspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
  • der Patient Schmerzen im Bereich des Beckens oder der unteren Extremitäten angibt,

ist eine Stabilisierung des Beckens im Sinne einer Beckenschlinge indiziert.

Wenn Kinematik, Inspektion oder Schmerz positiv sind, sollten neben der Stabilisierung keine weiteren Manipulationen am Becken erfolgen. Sind alle drei Kriterien negativ, kann die Stabilität überprüft werden - möglichst von einem erfahrenen Unfallchirurgen. Die präklinische Manipulation des Beckens hat keine Vorteile für den Patienten oder seine weitere Behandlung.

3 Quellen

Gassauer, M.; Münzberg, M.; Kreinest, M. (2015): Notärztliche Versorgung von Traumapatienten. In: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 10 (05), S. 391–403. DOI: 10.1055/s-0041-104490.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Januar 2019 um 15:06 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

4 Wertungen (3.75 ø)

17.366 Aufrufe

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: