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Kälteagglutinin

Version vom 7. März 2016, 17:58 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Kälteantikörper, Kälte-AK

1 Definition

Kälteagglutinine sind IgM-Autoantikörper im Blut, die erst bei niedrigen Temperaturen (10–15 °C) wirksam werden. Sie richten sich gegen Oberflächenantigene von Erythrozyten und führen zu deren Agglutination und anschließender Hämolyse (autoimmunhämolytische Anämie).

Kälteagglutinine dürfen nicht mit Kryoglobulinen verwechselt werden.

2 Hintergrund

Kälteagglutinine verursachen eine bei höheren Temperaturen wieder reversible Erythrozytenagglutination und können dadurch bei Kälteexposition zur Verlegung kleinerer Blutgefäße führen. Sie verursachen die so genannte Kälteagglutininkrankheit, die sich durch ein Raynaud-Syndrom mit verminderter Durchblutung der Akren und Schmerzen bemerkbar macht.

Ein niedriger Titer von Kälteagglutininen ist ein Normalbefund. Die klinische Relevanz ergibt sich daher in erster Linie nicht aus dem Titer, sondern aus der Bindungsfähigkeit (Avidität) der Antikörper.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. April 2016 um 09:32 Uhr bearbeitet.

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