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Kälteagglutinin

Version vom 4. März 2016, 16:04 Uhr von Carolin Bayer (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Kälteantikörper, Kälte-AK

1 Definition

Kälteagglutinine sind IgM-Autoantikörper im Blut, die erst bei niedrigen Temperaturen (10–15 °C) wirksam werden. Sie richten sich gegen Oberflächenantigene von Erythrozyten und führen zu deren Agglutination und anschließender Hämolyse (autoimmunolytische Anämie). Ein niedriger Titer von Kälteagglutininen ist ein Normalbefunde! Die klinische Relevanz ergibt sich daher in ersterLinie nicht aus dem Titer sondern aus der Bindungsfähigkeit (Avidität) der AK

Kälteagglutinine dürfen nicht mit Kryoglobulinen verwechselt werden.

2 Hintergrund

Kälteagglutinine verursachen eine bei höheren Temperaturen wieder reversible Erythrozytenagglutination und können dadurch bei Kälteexposition zur Verlegung kleinerer Blutgefäße führen. Sie verursachen die so genannte Kälteagglutininkrankheit, die sich durch ein Raynaud-Syndrom mit verminderter Durchblutung der Akren und Schmerzen bemerkbar macht.

Diese Seite wurde zuletzt am 19. April 2016 um 09:32 Uhr bearbeitet.

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