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Jejunum

Version vom 29. August 2018, 08:57 Uhr von Felix Nowakowski (Diskussion | Beiträge)

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Synonym: Leerdarm
Englisch: jejunum

1 Definition

Das Jejunum ist der zwischen Duodenum und Ileum gelegene, ca. 2-2,5 m lange mittlere Abschnitt des Dünndarms. Strukturell ist das Jejunum durch hohe Kerckring-Falten und Lieberkühn-Krypten gekennzeichnet.

2 Eigenschaften

Der Übergang vom Jejunum zum Ileum (Krummdarm, letzter Abschnitt des Dünnddarms) ist nicht klar abgegrenzt.

Wie alle Hohlorgane hat der Leerdarm eine Schleimhaut. Nach außen hin schließt sich eine Doppelschicht aus glatter Muskulatur an, den äußeren Organabschluss bildet der Serosaüberzug des Bauchfells. Der Leerdarm ist über ein Mesenterium, das Mesojejunum an der hinteren Bauchwand befestigt.

Das auch als Leerdarm bezeichnete Jejunum verdankt diesen Namen der Tatsache, dass dieser Darmabschnitt bei Verstorbenen meist leer ist.

3 Histologie

Der histologische Aufbau des Jejunum entspricht der allgemeinen Gewebekonstruktion des Verdauungskanals. Wie die anderen Dünndarmabschnitte weist das Jejunum Ringfalten, Zotten, Krypten und Mikrovilli auf, die der Oberflächenvergrößerung dienen.

Das einschichtige Zylinderepithel besteht zum größten Teil aus hochprismatischen Enterozyten mit basal lokalisierten Zellkernen, die einen dichten Bürstensaum aufweisen. Zwischen den Enterozyten sieht man sekretorische Becherzellen (in der Azan-Färbung leuchtend blau).

Im Vergleich zum Duodenum fehlen im Jejunum die Brunner-Drüsen in der Submukosa. Vom Ileum unterscheidet sich das Jejunum durch die fehlenden Peyer-Plaques. Gelegentlich finden sich jedoch einzeln stehende Lymphfollikel (Solitärfollikel).

4 Gefäßversorgung

Die arterielle Versorgung des Jejunum erfolgt über die Arteriae jejunales aus der Arteria mesenterica superior, der Abtransport venösen Blutes durch die Venae jejunales in die Vena mesenterica superior.

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