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Ixodes hexagonus

Version vom 22. Mai 2019, 19:34 Uhr von Patrick Messner (Diskussion | Beiträge)

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Synonym: Igelzecke
Englisch: hedgehog tick

1 Definition

Ixodes hexagonus, auch Igelzecke genannt, ist eine Zecke aus der Familie der Schildzecken (Ixodidae).

2 Taxonomie

3 Morphologie

Ixodes hexagonus ist zwischen 3,5 und 4,5 mm lang. Die weibliche Zecke kann von der männlichen deutlich unterschieden werden: das Scutum (dorsales Schild) bedeckt beim Männchen von dorsal gesehen fast den gesamten Körper, wohingegen es beim Weibchen nur auf den vorderen Bereich (Idiosoma) beschränkt ist. Beim Weibchen sind am Capitulum zusätzlich zwei auffallende, birnenförmige Poren ausgebildet.

Ixodes hexagonus ähnelt stark Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock). Beide Zecken können einerseits anhand des braun gefärbten Scutum (beim Gemeinen Holzbock rundlich, bei der Igelzecke sechseckig), andererseits an den Mundwerkzeugen unterschieden werden. Zusätzlich können die Hüften (Coxae) als Unterscheidungsmerkmal herangezogen werden.

4 Verbreitung

Ixodes hexagonus ist nach Ixodes ricinus die zweithäufigste Zeckenart in Mitteleuropa. Der Parasit befällt verschiedene Wirte, wie z.B. den Menschen, Schafe, Rinder oder Pferde. Da sie sich aber an das Mikroklima in Bauten und Nestern angepasst haben, befallen sie bevorzugt den Igel, Fuchs, Iltis, Dachs und Hund.

Besonders gefährdet sind Hunde die jagdlich geführt werden, da sie vermehrten Kontakt zu Igelnestern und Fuchsbauten haben und so die Zecken nach der Jagd in andere Habitate (z.B. Hundezwinger) verschleppen können.

5 Erreger

Die männlichen Ixodes hexagonus befallen meist keinen Wirt, sondern bleiben in dessen nahen Umgebung, um sich dort mit den vollgesogenen Weibchen zu paaren. Alle Stadien sind ganzjährig aktiv, wobei eine gesteigerte Aktivität vor allem im Frühjahr und im Herbst beobachtet werden kann.

Ixodes hexagonus überträgt als Vektor verschiedene Krankheitserreger, wie z.B. Hepatozoon canis, Borrelia burgdorferi und selten auch das FSME-Virus.

6 Entwicklung

Ixodes hexagonus ist 3-wirtig, das heißt, dass der Parasit im Verlauf seiner Entwicklung drei Wirte als Blutspender befallen muss, um überhaupt ein Stadienwechsel vornehmen zu können. Dabei befolgt Ixodes hexagonus folgendes charakteristisches Schema:

  • Boden: EiLarve → 1. Wirt
  • 1. Wirt: Larve → Boden
  • Boden: Larve → Nymphe → 2. Wirt
  • 2. Wirt: Nymphe → Boden
  • Boden: Nymphe → Adultus → 3. Wirt
  • 3. Wirt: Adultus → Boden
  • Boden: Eiablage der Weibchen

7 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.
  • Hinney, Barbara, Joachim, Anja, Silbermayr, Katja. Vademecum der klinischen Parasitologie. Ekto- und Endoparasiten bei Hund und Katze. Bayer.
  • Igelzecke, Wikipedia; abgerufen am 22.05.2019

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