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Isothiocyansäure

Version vom 24. Juli 2020, 14:33 Uhr von Dr. med. Martin P. Wedig (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Isorhodanwasserstoff

1 Definition

Die Isothiocyansäure ist eine unbeständige Säure mit der Strukturformel H-N=C=S. Ihre Salze bzw. Derivate bezeichnet man als Isothiocyanate. Organische Isothiocyanate werden nach den natürlich vorkommenden Verbindungen auch Senföle genannt.

2 Chemie

Isothiocyanate können anorganische Salze (M+N=C=S-) oder kovalente organische Verbindungen (R-N=C=S) sein. Beispiel für organische Isothiocyanate sind Methylisothiocyanat oder Arzneistoffe wie Nitroscanat.

Organische Isothiocyanate sind reaktive Verbindungen, die rasch mit nucleophilen Verbindungen reagieren. Mit Aminen bilden sich beispielsweise Thioharnstoffe.

3 Kinik

Im Tiermodell inhibieren Isothiocyanate die chemisch induzierte Karzinogenese. Welche Bedeutung diese Wirkung für die Krebsprävention hat, ist jedoch zur Zeit (2020) nicht einzuschätzen.

Tags:

Fachgebiete: Chemie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Juli 2020 um 14:35 Uhr bearbeitet.

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