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Ischämie: Unterschied zwischen den Versionen

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'''''Englisch''': ischemia
 
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Als '''Ischämie''' bezeichnet man die pathologisch verminderte oder aufgehobene [[Durchblutung]] eines [[Gewebe]]s infolge mangelnder arterieller Zufuhr von [[Blut]].  
 
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Wenn eine Ischämie nur vorübergehend aufttritt, spricht man von einer ''[[passager]]en'' Ischäme. Sie bleibt in der Regel ohne Folgen für das minderversorgte Gewebe. Dauert die Minderversorgung mit Blut länger an, als vom Gewebe toleriert wird, bezeichnet man diesen Vorgang als ''kritische'' Ischämie. In diesem Fall kann es zu Gewebeschäden unterschiedlichen Ausmaßes kommen.
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Wenn eine Ischämie nur vorübergehend auftritt, spricht man von einer ''[[passager]]en'' Ischämie. Ihre Auswirkung auf das Gewebe ist abhängig von seinem [[Sauerstoff]]bedarf. Gewebe mit hohem Sauerstoffbedarf (z.B. das [[Gehirn]]) haben nur eine geringe [[Ischämietoleranz]]. Hier kann bereits eine kurzzeitige Unterbrechung des Blutflusses von wenigen Minuten zu irreversiblen Schäden führen.
  
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Dauert die Minderversorgung mit Blut länger an, als vom Gewebe toleriert wird, bezeichnet man den Vorgang als ''kritische'' Ischämie. Die bei einer kritischen Ischämie auftretenden Schäden können unterschiedliche Ausmaße annehmen - im Extremfall führen sie zur [[Nekrose]] und zum Organverlust.
  
 
==Ätiologie==
 
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**** [[Polycythaemia vera]]
 
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**** [[Essentielle Thrombozythämie]]
 
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*** Pathologische Proteinzusammensetzung
 
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**** [[Kryoglobulin]]ämie
 
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** Einnahme von [[Vasospasmus|vasospastischen]] Medikamenten ([[Ergotamin]], [[Katecholamin]]e)
 
** Einnahme von [[Vasospasmus|vasospastischen]] Medikamenten ([[Ergotamin]], [[Katecholamin]]e)
 
** Schädigung spinaler oder [[Sympathikus|sympathischer]] [[Nerv]]en
 
** Schädigung spinaler oder [[Sympathikus|sympathischer]] [[Nerv]]en
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'''''Anmerkung''': In der auf Theiss zurückgehenden Klassifikation wird zwischen neurogenen, hämatogenen und funktionellen Ursachen der Ischämie unterschieden.
 
'''''Anmerkung''': In der auf Theiss zurückgehenden Klassifikation wird zwischen neurogenen, hämatogenen und funktionellen Ursachen der Ischämie unterschieden.
  
 
==Symptome==
 
==Symptome==
Durch die Minderdurchblutung im Rahmen der Ischämie kommt es zum Abblassen des betroffenen [[Organ]]s oder Körperteils sowie gegebenenfalls zu [[Schmerz]]en und bei längeranhaltendem [[Sauerstoff]]mangel schließlich zur [[Nekrose]].
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Durch die Minderdurchblutung im Rahmen der Ischämie kommt es zum Abblassen des betroffenen [[Organ]]s oder Körperteils sowie gegebenenfalls zu [[Schmerz]]en und bei länger anhaltendem [[Sauerstoff]]mangel schließlich zur [[Nekrose]].
 
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In der Extremitätenchirurgie werden viele Operationen in einer vorübergehenden, absichtlich herbeigeführten Ischämie durchgeführt, die man als [[Blutleere]] bezeichnet. Dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Darstellung und Rekonstruktion anatomischer Strukturen, vor allem der [[Leitungsbahn]]en.
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[[Fachgebiet:Pathologie]]
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Aktuelle Version vom 26. März 2014, 20:23 Uhr

von griechisch: ισχαιμια ("ischaimia"), is-chein/echein - zurückhalten, αἷμα ("haima") - Blut
Synonyme: Minderdurchblutung, Mangeldurchblutung
Englisch: ischemia

1 Definition

Als Ischämie bezeichnet man die pathologisch verminderte oder aufgehobene Durchblutung eines Gewebes infolge mangelnder arterieller Zufuhr von Blut.

2 Einteilung

2.1 ...nach Ausmaß

Man unterscheidet zwischen einer relativen Ischämie (auch: Oligämie), bei der ein unzureichender Blutfluss nachweisbar ist, und einer absoluten Ischämie, die durch das komplette Unterbleiben der arteriellen Durchblutung gekennzeichnet ist.

2.2 ...nach Dauer

Wenn eine Ischämie nur vorübergehend auftritt, spricht man von einer passageren Ischämie. Ihre Auswirkung auf das Gewebe ist abhängig von seinem Sauerstoffbedarf. Gewebe mit hohem Sauerstoffbedarf (z.B. das Gehirn) haben nur eine geringe Ischämietoleranz. Hier kann bereits eine kurzzeitige Unterbrechung des Blutflusses von wenigen Minuten zu irreversiblen Schäden führen.

Dauert die Minderversorgung mit Blut länger an, als vom Gewebe toleriert wird, bezeichnet man den Vorgang als kritische Ischämie. Die bei einer kritischen Ischämie auftretenden Schäden können unterschiedliche Ausmaße annehmen - im Extremfall führen sie zur Nekrose und zum Organverlust.

3 Ätiologie

Die Ursachen einer Ischämie können vielfältig sein; einige wichtige sind im Folgenden aufgeführt:

Anmerkung: In der auf Theiss zurückgehenden Klassifikation wird zwischen neurogenen, hämatogenen und funktionellen Ursachen der Ischämie unterschieden.

4 Symptome

Durch die Minderdurchblutung im Rahmen der Ischämie kommt es zum Abblassen des betroffenen Organs oder Körperteils sowie gegebenenfalls zu Schmerzen und bei länger anhaltendem Sauerstoffmangel schließlich zur Nekrose.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. März 2014 um 20:23 Uhr bearbeitet.

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