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Irisblendenphänomen

Version vom 10. Februar 2018, 18:36 Uhr von Malik Jessen (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Bei dem Irisblendenphänomen handelt es sich um eine zeitlich spezifische, radiologische Kontrastierung innerhalb eines Leberhämangioms bei der Computertomographie mit Kontrastmittel.

2 Hintergrund

Im nativen CT erscheint das Leberhämangiom allgemein hypodens und ist oft nicht von Metastasen unterscheidbar. Wird dann intravenös ein Kontrastmittelbolus appliziert, kommt es in der Frühphase zu einer Kontrastmittelanreicherung in der Peripherie des Hämangioms. Diese Anreicherung in der Peripherie erinnert an Baumwollfrüchte, weshalb man hier auch von "Cotten-Wool-Appearance" spricht.

Danach folgt die weitere Ausbreitung des Kontrastes von der Peripherie aus zum Zentrum des Hämangioms hin, was als zentripetal bezeichnet wird.

Nach einiger Zeit ist das Hämangiom im Vergleich zum umliegenden Lebergewebe erst isodens, bis es dann nach 15-45 Minuten (abhängig vom Kontrastmittel) wieder hypodens erscheint.

3 Sonstiges

Ferner wird mit einem Irisblendenphänomen ein klinischer Test bei schwerer pAVK beschrieben. Hierbei handelt es sich um die verlängerte Sichtbarkeit eines Fingerabdrucks als blasse Stelle auf der Haut.

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