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Irisblendenphänomen

Version vom 23. Mai 2016, 10:24 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Bei dem Irisblendenphänomen handelt es sich um eine zeitlich spezifische, radiologische Kontrastierung innerhalb eines Leberhämangioms bei der Computertomographie mit Kontrastmittel.

2 Hintergrund

Im nativen CT erscheint das Leberhämangiom allgemein hypodens und ist oft nicht von Metastasen unterscheidbar. Wird dann intravenös ein Kontrastmittelbolus appliziert, kommt es in der Frühphase zu einer Kontrastmittelanreicherung in der Peripherie des Hämangioms. Diese Anreicherung in der Peripherie erinnert an Baumwollfrüchte, weshalb man hier auch von "Cotten-Wool-Appearance" spricht.

Danach folgt die weitere Ausbreitung des Kontrastes von der Peripherie aus zum Zentrum des Hämangioms hin, was als zentripetal bezeichnet wird.

Nach einiger Zeit ist das Hämangiom im Vergleich zum umliegenden Lebergewebe erst isodens, bis es dann nach 15-45 Minuten (abhängig vom Kontrastmittel) wieder hypodens erscheint.

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