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Intubation

Version vom 15. Mai 2005, 11:37 Uhr von Dr. med. Jörg Peter Beyer (Diskussion | Beiträge)

Von lateinisch: in - hinein; tubus - Rohr
Englisch: intubation

1 Definition

Die Intubation ist ein Verfahren, das vor allem in der Anästhesie, sowie ein der Intensiv- und Rettungsmedizin eingesetzt wird. Es dient dazu, bei bewusstlosen Patienten einen sicheren Atemweg herzustellen, über den der Patient künstlich beatmet werden kann.

2 Praktisches Vorgehen

Der Kopf des Patienten wird in der so genannten Schnüffel- oder verbesserten Jackson-Position gelagert. Hierduch wird ein idealer Sichtweg durch den Mund in den Larynx erreicht.

Die Intubation erfolgt unter Zuhilfenahme eines Laryngoskops. Der Spatel des Larnygoskops wird mit der linken Hand vorsichtig bis zur Epiglottis vorgeschoben, und verschiebt dabei idealerweise die Zunge von rechts nach links. Es ist äußerst wichtig darauf zu achten, dass nicht die Zähne des Patienten als Hypomochlion für den Spatel verwendet oder Zunge und Lippen einklemmt werden.

Zum Anheben der Epiglottis wird das Laryngoskop nach oben und kaudal gezogen. Zur Hilfe kann von einem Helfer Druck auf das Cricoid ausgeübt werden (Sellick-Handgriff). Mit der rechten Hand wird nun der Tubus durch die Stimmlippen hindurchgeschoben bis der aufblasbare Cuff die Stimmlippen passiert hat.

Danach wird der Cuff aufgebläht (geblockt) und der Patient auskultiert. Ist man sich nicht sicher, ob man nicht versehentlich den Ösophagus intubiert hat, hört man als erstes auf den Magen - bei Gabe von einem Atemzug durch den Beatmungsbeutel. Sollte der Tubus im Ösophagus liegen, muss erneut intubiert werden. Ist der Tubus in der Trachea, wird der Patient weiterbeatmet und auskultiert, ob die Lunge gleichseitig belüftet wird. Falls nicht, so wird entblockt und der Tubus erneut positioniert.

Die Schwierigkeit der Intubation richten sich nach den Rahmenbedingungen. Im Rahmen der Narkosevorbereitung erfolgt die Intubation unter Gabe eines Muskelrelaxans. Hierdurch wird eine Relaxation der Stimmlippen und dadurch eine Toleranz gegenüber dem Beatmungstubus erreicht.

Lehrvideo: http://www.biodigital.org/voz2/slide1.htm

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