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Intubation: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Kopf des Patienten wird in der so genannten [[Schnüffelposition|Schnüffel-]] oder verbesserten [[Jackson-Position]] gelagert. Hierduch wird ein idealer Sichtweg durch den Mund in den [[Larynx]] erreicht.  
 
Der Kopf des Patienten wird in der so genannten [[Schnüffelposition|Schnüffel-]] oder verbesserten [[Jackson-Position]] gelagert. Hierduch wird ein idealer Sichtweg durch den Mund in den [[Larynx]] erreicht.  
  
Die Intubation erfolgt unter Zuhilfenahme eines [[Laryngoskop]]s. Der Spatel des Larnygoskops wird mit der linken Hand vorsichtig bis zur [[Epiglottis]] vorgeschoben, und verschiebt dabei idealerweise die [[Zunge]] von rechts nach links. Es ist äußerst wichtig darauf zu achten, dass nicht die Zähne des Patienten als [[Hypomochlion]] für den Spatel verwendet oder [[Zunge]] und [[Lippen]] einklemmt werden.  
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Die Intubation erfolgt unter Zuhilfenahme eines [[Laryngoskop]]s. Der Spatel des Larnygoskops wird mit der linken Hand vorsichtig bis zur [[Epiglottis]] vorgeschoben, und verschiebt dabei idealerweise die [[Zunge]] von rechts nach links. <br />
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'''CAVE:''' Es ist äußerst wichtig darauf zu achten, dass nicht die Zähne des Patienten als [[Hypomochlion]] für den Spatel verwendet oder [[Zunge]] und [[Lippen]] einklemmt werden.  
  
 
Zum Anheben der Epiglottis wird das Laryngoskop nach oben und kaudal gezogen. Zur Verbesserung der Sicht kann in Ansprache mit dem Intubateur durch einen Helfer das BURP-Manöver ausgeführt werden. Hierbei wird der [[Schildknorpel]] gefasst und nach hinten ('''b'''ackward), oben ('''u'''pward) und rechts ('''r'''ightward) gedrückt ('''P'''ressure). Keinesfalls darf diese Technik mit dem ([[Sellick-Handgriff]]) verwechselt werden, bei dem durch Druck auf das [[Cricoid]] der Oesophagus verschlossen wird, so dass die Maskenbeatmung erleichtert und die Gefahr einer Regurgitation von Mageninhalt vermindert wird. Der Sellick-Handgriff kann die Sicht bei der Intubation sogar noch verschlechtern. Mit der rechten Hand wird nun der [[Tubus]] durch die [[Stimmlippe]]n hindurch geschoben, bis der aufblasbare [[Cuff]] die Stimmlippen passiert hat und die schwarze Markierung in Höhe der Stimmlippen zu liegen kommt.
 
Zum Anheben der Epiglottis wird das Laryngoskop nach oben und kaudal gezogen. Zur Verbesserung der Sicht kann in Ansprache mit dem Intubateur durch einen Helfer das BURP-Manöver ausgeführt werden. Hierbei wird der [[Schildknorpel]] gefasst und nach hinten ('''b'''ackward), oben ('''u'''pward) und rechts ('''r'''ightward) gedrückt ('''P'''ressure). Keinesfalls darf diese Technik mit dem ([[Sellick-Handgriff]]) verwechselt werden, bei dem durch Druck auf das [[Cricoid]] der Oesophagus verschlossen wird, so dass die Maskenbeatmung erleichtert und die Gefahr einer Regurgitation von Mageninhalt vermindert wird. Der Sellick-Handgriff kann die Sicht bei der Intubation sogar noch verschlechtern. Mit der rechten Hand wird nun der [[Tubus]] durch die [[Stimmlippe]]n hindurch geschoben, bis der aufblasbare [[Cuff]] die Stimmlippen passiert hat und die schwarze Markierung in Höhe der Stimmlippen zu liegen kommt.
  
 
Danach wird der Cuff aufgebläht (geblockt) und der Patient [[Auskultation|auskultiert]]. Ist man sich nicht sicher, ob man nicht versehentlich den [[Ösophagus]] intubiert hat, hört man als erstes auf den Magen - bei Gabe von einem Atemzug durch den Beatmungsbeutel. Sollte der Tubus im Ösophagus liegen, muss erneut intubiert werden. Ist der Tubus in der Trachea, wird der Patient weiterbeatmet und auskultiert, ob die [[Lunge]] gleichseitig belüftet wird. Falls nicht, so wird entblockt und der [[Tubus]] erneut positioniert.
 
Danach wird der Cuff aufgebläht (geblockt) und der Patient [[Auskultation|auskultiert]]. Ist man sich nicht sicher, ob man nicht versehentlich den [[Ösophagus]] intubiert hat, hört man als erstes auf den Magen - bei Gabe von einem Atemzug durch den Beatmungsbeutel. Sollte der Tubus im Ösophagus liegen, muss erneut intubiert werden. Ist der Tubus in der Trachea, wird der Patient weiterbeatmet und auskultiert, ob die [[Lunge]] gleichseitig belüftet wird. Falls nicht, so wird entblockt und der [[Tubus]] erneut positioniert.
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Die Schwierigkeit der Intubation richten sich nach den Rahmenbedingungen. Im Rahmen der Narkosevorbereitung erfolgt die Intubation unter Gabe eines [[Muskelrelaxans]]. Hierdurch wird eine [[Relaxation]] der Stimmlippen und dadurch eine Toleranz gegenüber dem Beatmungstubus erreicht.
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Version vom 2. Juli 2012, 21:46 Uhr

von lateinisch: in - hinein; tubus - Rohr
Englisch: intubation

1 Definition

Die Intubation ist ein Verfahren, das vor allem in der Anästhesie, sowie ein der Intensiv- und Rettungsmedizin eingesetzt wird. Es dient dazu, bei bewusstlosen Patienten mit Hilfe eines Endotrachealtubus einen sicheren Atemweg herzustellen, über den der Patient künstlich beatmet werden kann.

2 Praktisches Vorgehen

Der Kopf des Patienten wird in der so genannten Schnüffel- oder verbesserten Jackson-Position gelagert. Hierduch wird ein idealer Sichtweg durch den Mund in den Larynx erreicht.

Die Intubation erfolgt unter Zuhilfenahme eines Laryngoskops. Der Spatel des Larnygoskops wird mit der linken Hand vorsichtig bis zur Epiglottis vorgeschoben, und verschiebt dabei idealerweise die Zunge von rechts nach links.
CAVE: Es ist äußerst wichtig darauf zu achten, dass nicht die Zähne des Patienten als Hypomochlion für den Spatel verwendet oder Zunge und Lippen einklemmt werden.

Zum Anheben der Epiglottis wird das Laryngoskop nach oben und kaudal gezogen. Zur Verbesserung der Sicht kann in Ansprache mit dem Intubateur durch einen Helfer das BURP-Manöver ausgeführt werden. Hierbei wird der Schildknorpel gefasst und nach hinten (backward), oben (upward) und rechts (rightward) gedrückt (Pressure). Keinesfalls darf diese Technik mit dem (Sellick-Handgriff) verwechselt werden, bei dem durch Druck auf das Cricoid der Oesophagus verschlossen wird, so dass die Maskenbeatmung erleichtert und die Gefahr einer Regurgitation von Mageninhalt vermindert wird. Der Sellick-Handgriff kann die Sicht bei der Intubation sogar noch verschlechtern. Mit der rechten Hand wird nun der Tubus durch die Stimmlippen hindurch geschoben, bis der aufblasbare Cuff die Stimmlippen passiert hat und die schwarze Markierung in Höhe der Stimmlippen zu liegen kommt.

Danach wird der Cuff aufgebläht (geblockt) und der Patient auskultiert. Ist man sich nicht sicher, ob man nicht versehentlich den Ösophagus intubiert hat, hört man als erstes auf den Magen - bei Gabe von einem Atemzug durch den Beatmungsbeutel. Sollte der Tubus im Ösophagus liegen, muss erneut intubiert werden. Ist der Tubus in der Trachea, wird der Patient weiterbeatmet und auskultiert, ob die Lunge gleichseitig belüftet wird. Falls nicht, so wird entblockt und der Tubus erneut positioniert.

Die Schwierigkeit der Intubation richten sich nach den Rahmenbedingungen. Im Rahmen der Narkosevorbereitung erfolgt die Intubation unter Gabe eines Muskelrelaxans. Hierdurch wird eine Relaxation der Stimmlippen und dadurch eine Toleranz gegenüber dem Beatmungstubus erreicht.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juli 2021 um 09:38 Uhr bearbeitet.

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