Interstitielles Syndrom

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1 Definition

Als interstitielles Syndrom wird ein Zustand bezeichnet, bei dem der Luftgehalt in den Alveolen aufgrund einer Zunahme des interstitiellen Flüssigkeitsgehalts reduziert ist. Der Begriff wird insbesondere im Lungenultraschall verwendet.

2 Hintergrund

Treten im Lungenultraschall mindestens drei B-Linien in der longitudinalen Ebene auf, spricht man von einer "positiven Abbildung" oder von B+-Linien. Anhand der Verteilung von positiven Abbildungen unterscheidet man zwei Formen des interstitiellen Syndroms:

  • Diffuses interstitielles Syndrom: bilaterale Verteilung von mehrfach positiven Abbildungen in minndestens zwei verschiedenen Brustwandabschnitten pro Seite
  • Fokales interstitielles Syndrom: isolierte positive Abbildungen oder mehrere nicht-bilaterale Abbildungen

Das interstitielle Syndrom umfasst dabei mehrere Krankheitsbilder, u.a. kardiogenes Lungenödem, ARDS und Lungenfibrose). Die Bezeichnung dient bei Patienten mit akuter Dyspnoe zur initialen differenzialdiagnostischen Einordnung. Erkrankungen, die sich mit einem nicht-interstitiellen Lungenultraschallbild zeigen, sind z.B. eine exazerbierte COPD, eine Lungenembolie sowie eine Pneumonie oder ein Pneumothorax.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Interstitielles_Syndrom&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Interstitielles_Syndrom

Fachgebiete: Radiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 28. April 2020 um 12:56 Uhr bearbeitet.

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