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Interstitielles Syndrom: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Das '''interstitielles Syndrom''' umfasst mehrere Erkrankungen die das Lungeninterstitium betreffen. Es beschreibt dabei einen Zustand, bei dem der Luftgehalt in den [[Alveole]]n aufgrund einer Zunahme des [[interstitiellen|Interstitium]] Flüssigkeitsgehalts bzw. einer erhöhten Dichte reduziert ist. Der Begriff wird insbesondere im [[Lungenultraschall]] verwendet.  
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Das '''interstitielle Syndrom''' beschreibt einen Zustand, bei dem der Luftgehalt in den [[Lungenalveole|Alveole]]n durch eine Flüssigkeits- oder Dichtezunahme im Interstitium reduziert ist. Der Begriff wird insbesondere im [[Lungenultraschall]] verwendet. Das Syndrom kann hinweisend auf verschiedene [[interstitielle Lungenerkrankung]]en sein.
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==Befund==
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Sonografisches Zeichen für ein interstitielles Syndrom ist eine "positive Region" bzw. ein "B-Pattern"  in der longitudinalen Ebene zwischen zwei [[Rippen]]. Darunter versteht man das Auftreten von mehr als drei [[B-Linie]]n (sog. B<sup>+</sup>-Linien).
  
==Hintergrund==
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==Einteilung==  
Treten im Lungenultraschall mindestens drei [[B-Linie]]n in einem Längsschnitt zwischen zwei [[Rippen]] auf, spricht man von einer "positiven Region" oder von "B-Pattern" (ehemals B<sup>+</sup>-Linien). Das Verteilungsmuster von B-Linien und die Verteilung positiver Regionen auf den [[Thorax]] unterscheidet sich bei verschiedenen Pathologien.
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Anhand der Verteilung von positiven Regionen bzw. B-Pattern unterscheidet man zwei Formen des interstitiellen Syndroms:
* Diffuses interstitielles Syndrom: [[bilateral]]e Verteilung mit mindestens zwei positiven Regionen  pro [[Thorax|Hemithorax]] (mit mindestens drei [[B-Linie]]n in einem [[Interkostalraum]]), beispielsweise bei einem [[Lungenödem]] oder einer [[Interstitium |interstitiellen]] [[Pneumonie]].
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* Diffuses interstitielles Syndrom: [[bilateral]]e Verteilung von mindestens zwei positiven Regionen  pro [[Thorax|Hemithorax]], beispielsweise bei einem [[Lungenödem]] oder einer [[interstitielle Pneumonie|interstitiellen Pneumonie]]
* Fokales interstitielles Syndrom: isolierte positive Regionen oder mehrere nicht-bilaterale positive Regionen, beispielsweise bei [[Atelektase]]n oder [[Lungenkontusion]].
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* Fokales interstitielles Syndrom: isolierte positive Regionen oder mehrere nicht-bilaterale positive Regionen, beispielsweise bei [[Atelektase]]n oder [[Lungenkontusion]]
  
Das Vorhandensein von [[B-Linie]]n sollte immer im Kontext zur klinischen Symptomatik beurteil werden, da isoliert positive Regionen auch physiologischerweise auftreten können. Darüber hinaus kann die Beurteilung der [[B-Linie]]n im Verlauf und unter [[Therapie]] ein wertvolles Instrument zur Evaluation der Wirksamkeit dieser sein.
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==Klinik==
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Das interstitielle Syndrom kann auf mehrere Krankheitsbilder hinweisen, u.a. auf ein kardiogenes [[Lungenödem]], ein [[ARDS]] oder eine [[Lungenfibrose]]. Die Bezeichnung dient bei Patienten mit akuter [[Dyspnoe]] zur initialen [[differenzialdiagnostisch]]en Einordnung. Ein interstielles Syndrom fehlt z.B. bei einer [[Exazerbation|exazerbierten]] [[COPD]] oder einem [[Pneumothorax]].
  
Das interstitielle Syndrom umfasst dabei mehrere Krankheitsbilder, u.a. kardiogenes [[Lungenödem]], [[ARDS]] und [[Lungenfibrose]]). Die Bezeichnung dient bei Patienten mit akuter [[Dyspnoe]] zur initialen [[differenzialdiagnostisch]]en Einordnung. Erkrankungen, die sich mit einem nicht-interstitiellen Lungenultraschallbild zeigen sind z.B. eine [[Exazerbation|exazerbierte]] [[COPD]] oder ein [[Pneumothorax]].
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Das Vorhandensein von B-Linien sollte immer im Kontext der klinischen Symptomatik beurteilt werden, da isolierte positive Regionen auch [[physiologisch]] auftreten können. Darüber hinaus kann die Beurteilung der B-Linien im Verlauf einer Erkrankung ein wertvolles Instrument zur Evaluation der Therapiewirksamkeit sein.
 
[[Fachgebiet:Radiologie]]
 
[[Fachgebiet:Radiologie]]
 
[[Tag:Lungenultraschall]]
 
[[Tag:Lungenultraschall]]

Aktuelle Version vom 21. Dezember 2020, 16:40 Uhr

1 Definition

Das interstitielle Syndrom beschreibt einen Zustand, bei dem der Luftgehalt in den Alveolen durch eine Flüssigkeits- oder Dichtezunahme im Interstitium reduziert ist. Der Begriff wird insbesondere im Lungenultraschall verwendet. Das Syndrom kann hinweisend auf verschiedene interstitielle Lungenerkrankungen sein.

2 Befund

Sonografisches Zeichen für ein interstitielles Syndrom ist eine "positive Region" bzw. ein "B-Pattern" in der longitudinalen Ebene zwischen zwei Rippen. Darunter versteht man das Auftreten von mehr als drei B-Linien (sog. B+-Linien).

3 Einteilung

Anhand der Verteilung von positiven Regionen bzw. B-Pattern unterscheidet man zwei Formen des interstitiellen Syndroms:

4 Klinik

Das interstitielle Syndrom kann auf mehrere Krankheitsbilder hinweisen, u.a. auf ein kardiogenes Lungenödem, ein ARDS oder eine Lungenfibrose. Die Bezeichnung dient bei Patienten mit akuter Dyspnoe zur initialen differenzialdiagnostischen Einordnung. Ein interstielles Syndrom fehlt z.B. bei einer exazerbierten COPD oder einem Pneumothorax.

Das Vorhandensein von B-Linien sollte immer im Kontext der klinischen Symptomatik beurteilt werden, da isolierte positive Regionen auch physiologisch auftreten können. Darüber hinaus kann die Beurteilung der B-Linien im Verlauf einer Erkrankung ein wertvolles Instrument zur Evaluation der Therapiewirksamkeit sein.

Fachgebiete: Radiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Dezember 2020 um 12:34 Uhr bearbeitet.

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