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Interleukin-10: Unterschied zwischen den Versionen

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Interleukin-10 schützt es den Organismus einerseits vor einer Selbstzerstörung durch eine übermäßige [[Immunantwort]]. Andererseits kann es jedoch auch zu einer der Situation inadäquaten [[Immundefizienz]] mit erhöhtem Infektionsrisiko und erhöhter [[Mortalität]] kommen ([[Immunparalyse]]). Es ist zusammen mit [[Transforming growth factor-β|TGF-β]] eines der wichtigsten antientzündlichen Zytokine und zudem ebenfalls wichtig zur Entwicklung der [[Immuntoleranz]].
 
Interleukin-10 schützt es den Organismus einerseits vor einer Selbstzerstörung durch eine übermäßige [[Immunantwort]]. Andererseits kann es jedoch auch zu einer der Situation inadäquaten [[Immundefizienz]] mit erhöhtem Infektionsrisiko und erhöhter [[Mortalität]] kommen ([[Immunparalyse]]). Es ist zusammen mit [[Transforming growth factor-β|TGF-β]] eines der wichtigsten antientzündlichen Zytokine und zudem ebenfalls wichtig zur Entwicklung der [[Immuntoleranz]].
  
IL-10 spielt eine entscheidende Rolle bei der Modulation eines Entzündungsgeschehens, indem es durch seine antiinflammatorische Wirkung eine überschießende [[Immunantwort]] verhindert. Weitere Einzelwirkungen sind unter anderem:  
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IL-10 spielt eine entscheidende Rolle bei der Modulation eines Entzündungsgeschehens, indem es durch seine antiinflammatorische Wirkung eine überschießende Immunantwort verhindert. Weitere Einzelwirkungen sind unter anderem:  
 
*Hemmung aktivierter [[Makrophagen]] und damit die Kontrolle der unspezifischen Abwehr. Dies erfolgt durch eine negative [[Rückkopplung]], indem die Makrophagen und Monozyten das IL-10 selbst sezernieren.  
 
*Hemmung aktivierter [[Makrophagen]] und damit die Kontrolle der unspezifischen Abwehr. Dies erfolgt durch eine negative [[Rückkopplung]], indem die Makrophagen und Monozyten das IL-10 selbst sezernieren.  
 
*Hemmung der Produktion von proinflammatorischen Faktoren wie [[Interferon-γ]], [[Interleukin-2]], [[Interleukin-3]], [[Tumornekrosefaktor|Tumornekrosefaktor-α]] und [[GM-CSF]] durch Makrophagen, Monozyten, [[dendritische Zelle]]n und [[T-Helferzelle]]n.
 
*Hemmung der Produktion von proinflammatorischen Faktoren wie [[Interferon-γ]], [[Interleukin-2]], [[Interleukin-3]], [[Tumornekrosefaktor|Tumornekrosefaktor-α]] und [[GM-CSF]] durch Makrophagen, Monozyten, [[dendritische Zelle]]n und [[T-Helferzelle]]n.

Version vom 4. März 2009, 16:12 Uhr

Synonyme: IL-10, Cytokine-synthesis inhibitory factor (CSIF) - obsolet

1 Definition

Interleukin-10 ist ein Zytokin aus der Familie der Interleukine. Es zählt zu den antiinflammatorisch wirkenden Zytokinen und hemmt im Körper ablaufende Entzündungsreaktionen, wie zum Beispiel ein SIRS, ein Postaggressionssyndrom oder einen septischen Schock.

2 Herkunft

IL-10 wird vor allem von Monozyten, weniger von TH2-Lymphozyten und regulatorischen T-Lymphozyten sezerniert. Zu einer mäßigen Produktion von IL-10 sind ebenfalls Keratinozyten in der Lage.

3 Biologische Wirkungen

Interleukin-10 schützt es den Organismus einerseits vor einer Selbstzerstörung durch eine übermäßige Immunantwort. Andererseits kann es jedoch auch zu einer der Situation inadäquaten Immundefizienz mit erhöhtem Infektionsrisiko und erhöhter Mortalität kommen (Immunparalyse). Es ist zusammen mit TGF-β eines der wichtigsten antientzündlichen Zytokine und zudem ebenfalls wichtig zur Entwicklung der Immuntoleranz.

IL-10 spielt eine entscheidende Rolle bei der Modulation eines Entzündungsgeschehens, indem es durch seine antiinflammatorische Wirkung eine überschießende Immunantwort verhindert. Weitere Einzelwirkungen sind unter anderem:

4 Pathologie

IL-10 ist ein wichtiger Immunmodulator im Gastrointestinaltrakt. Ein IL-10-Mangel geht mit einer Veranlagung zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa einher.

Weiterhin wird IL-10 von zahlreichen Tumorentitäten produziert, wodurch eine Ausschaltung tumorsuppressiver Faktoren erfolgt und das Tumorwachstum begünstigt wird.

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