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Intensivmedizin

Version vom 28. Oktober 2006, 20:47 Uhr von 80.142.106.85 (Diskussion)

Englisch: intensive care medicine

1 Definition

Die Intensivmedizin ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Medizin. Das Aufgabengebiet der Intensivmedizin ist die Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Vitalsituationen bzw. Erkrankungen.

2 Zielsetzung

Intensivmedizinische Maßnahmen dienen der Sicherung der Vitalfunktionen. Die Ursache, d.h. die zugrundeliegende Diagnose ist dabei zunächst zweitrangig.

3 Hintergrund

Intensivmedizin behandelt viele Patienten mit schwierigen, zum Teil auch prognostisch ungünstigen Erkrankungen. Ethische Fragen über Therapie oder Palliativmaßnahmen sind an der Tagesordnung. Die gesundheitspolitische Einfußnahme, d.h. Therapieentscheidungen nach Kostengesichtspunkten sind aus ärztlicher Sicht strikt abzulehnen. Im Alltag gewinnen Kostengesichtspunkte jedoch auch in der Intensivmedizin mehr und mehr an Bedeutung.

4 Abgrenzung

In Deutschland ist "Intensivmedizin" kein eigenständiges ärztliches Fachgebiet, sondern vielen verschiedenen Fächern angegliedert, unter anderem der Anästhesiologie, der Inneren Medizin, der Chirurgie, der Neurologie oder Neurochirurgie, der Pädiatrie oder der Herzchirurgie). Einziges Land Europas mit einer eigenständigen Facharztanerkennung "Intensivmedizin" ist Spanien. In Deutschland gibt es innerhalb der Inneren Medizin den Schwerpunkt "Internistische Intensivmedizin".

5 Aspekte der Intensivmedizin

Drei wesentliche Aspekte beschreiben die Intensivmedizin:

5.1 Monitoring

Das Monitoring von vitalen Funktionen mittels kontinuierlicher Erfassung von physikalischen Daten umfast unter anderem folgende Parameter:

Engmaschige Laborkontrollen lassen Funktionstörungen kurzfristig erkennen und behandeln. Zur Diagnosesicherung dienen alle endoskopischen und bildgebenden Verfahren.

5.2 Beatmung

Die Beatmung, verbunden mit Atemwegssicherung durch endotracheale Intubation oder Tracheostomie, dient der Therapie der respiratorischen Insuffizienz. In letzter Zeit (2005) werden sie durch non-invasive Beatmungsverfahren ergänzt.

5.3 Invasive Verfahren

Invasive Verfahren schaffen Zugänge zu Gefäßen und Körperhöhlen für so genannte Organersatzverfahren (z.B. Dialyse, extrakorporale Oxygenierung etc.) und das kontinuierliche Monitoring.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Oktober 2006 um 20:47 Uhr bearbeitet.

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