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Inotropie: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Als '''Inotropie''' bezeichnet man die Beeinflussung der Kontraktionskraft des [[Herz]]ens. Positive Inotropie bedeutet, dass die Kraft gesteigert wird. Negative Inotropie bedeutet eine Verringerung der Kontraktionskraft.
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==Definition==
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Als '''Inotropie''' bezeichnet man die Beeinflussung der [[Kontraktilität|Kontraktionskraft]] des [[Herz]]ens. Positive Inotropie bedeutet, dass die maximale [[Kraft]] des Herzmuskels und auch die Druckanstiegsgeschwindigkeit (∆P/∆t) während der [[Anspannungsphase]] des Ventrikels gesteigert wird. Negative Inotropie bedeutet eine Verringerung der Kontraktionskraft.
  
Diese Beeinflussung erfolgt beim gesunden Herzen unter Belastung in erster Linie [[Sympathicus]]vermittelt durch den Einfluß [[Noradrenalin|adrenerger]] [[Katecholamine]], die über eine Signalkaskade die Kontraktionsamplitude sowie die Geschwindigkeit des Anstiegs der Kontraktion erhöhen.
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Das funktionelle Gegenstück zur Inotropie bildet die [[Lusitropie]].
  
[[Medikamentös]] kann dieser Effekt ebenfalls durch Gabe der entsprechenden Stoffe ausgelöst werden.
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==Hintergrund==
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Die Beeinflussung der Kontraktionskraft unter Belastung wird beim gesunden Herzen in erster Linie durch den [[Sympathikus]] vermittelt, genauer gesagt durch die Ausschüttung [[Noradrenalin|adrenerger]] [[Katecholamine]]. Sie erhöhen über eine Signalkaskade die Kontraktionsamplitude und die Geschwindigkeit des Anstiegs der Kontraktion.
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==Pharmakologie==
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[[Medikamentös]] kann der oben beschriebene Effekt durch Gabe von [[Arzneistoff]]e ausgelöst werden. Zu den '''positiv inotropen''' Substanzen, welche die Kontraktionskraft des Herzens steigern,  zählen u.a.:
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*[[Dopamin]]
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*[[Dobutamin]]
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*[[Adrenalin]]
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*[[Noradrenalin]]
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*[[Digitalis]]
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*[[Theophyllin]] etc.
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'''Negativ inotrope''' Substanzen verringern die Kontraktionskraft des [[Herz]]ens. Dazu gehören u.a.:
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*[[Beta-Blocker]]
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*[[Kalziumkanalblocker]] vom [[Verapamil]]- und [[Diltiazem]]-Typ
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*[[Procainamid]]
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*[[Flecainid]]
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[[Fachgebiet:Kardiologie]]
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[[Fachgebiet:Physiologie]]
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[[Tag:Herzregulation]]
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[[Tag:Sympathikus]]

Aktuelle Version vom 5. Januar 2018, 15:19 Uhr

von altgriechisch: inos - Sehne, tropein - sich wenden, zuwenden
Englisch: inotropy

1 Definition

Als Inotropie bezeichnet man die Beeinflussung der Kontraktionskraft des Herzens. Positive Inotropie bedeutet, dass die maximale Kraft des Herzmuskels und auch die Druckanstiegsgeschwindigkeit (∆P/∆t) während der Anspannungsphase des Ventrikels gesteigert wird. Negative Inotropie bedeutet eine Verringerung der Kontraktionskraft.

Das funktionelle Gegenstück zur Inotropie bildet die Lusitropie.

2 Hintergrund

Die Beeinflussung der Kontraktionskraft unter Belastung wird beim gesunden Herzen in erster Linie durch den Sympathikus vermittelt, genauer gesagt durch die Ausschüttung adrenerger Katecholamine. Sie erhöhen über eine Signalkaskade die Kontraktionsamplitude und die Geschwindigkeit des Anstiegs der Kontraktion.

3 Pharmakologie

Medikamentös kann der oben beschriebene Effekt durch Gabe von Arzneistoffe ausgelöst werden. Zu den positiv inotropen Substanzen, welche die Kontraktionskraft des Herzens steigern, zählen u.a.:

Negativ inotrope Substanzen verringern die Kontraktionskraft des Herzens. Dazu gehören u.a.:

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