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Inosinmonophosphat

Version vom 17. November 2014, 03:53 Uhr von Alexander Körbel (Diskussion | Beiträge)

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Synonyme: Inosinat, IMP, Inosinsäure
Englisch: Inosinic acid

Definition

Als Inosinmonophosphat bezeichnet man das Monophosphat des Nukleosids Inosin. Es gehört zur Gruppe der - sich stets aus Base, Zucker und Phosphatgruppen zusammensetzenden - Nukleotide. Die für dieses Nukleotid spezifische Base ist das Hypoxanthin, eine Verbindung aus der Gruppe der Purine.

Inosinmonophosphat spielt im Purinstoffwechsel eine zentrale Rolle. In der Purinbiosynthese entsteht es durch die Reaktion der IMP-Cyclohydrolase, bei der die Struktur des 5-Formamidinoimidazol-4-carboxamidribonucleotid unter Abspaltung von Wasser in das Purinringsystem des IMP überführt wird. Im weiteren Verlauf bildet es die Ausgangsverbindung für die Synthese der Nukleotide Adenosinmonophosphat sowie (über das Intermediat Xanthosinmonophosphat, in das IMP mithilfe der Inosinmonophosphat-Dehydrogenase überführt wird) Guanosinmonophosphat.

Außerdem ist IMP auch ein Zwischenprodukt bei der Wiederverwertung der Purinbasen. Durch das Enzym Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyltransferase kann im Rahmen des salvage pathway Hypoxanthin mit PRPP zu IMP reagieren, welches dann wieder in die Purinbiosynthese eingespeist werden kann. Auf diese Art kann durch die Umgehung der De-novo-Purinnukleotidsynthese Energie eingespart werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2014 um 13:53 Uhr bearbeitet.

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