Inkretin-Effekt

aus DocCheck Flexikon, dem Medizinlexikon zum Mitmachen

1 Definition

Als Inkretin-Effekt bezeichnet man die Beobachtung, dass - bei gleichem Ausgangs-Blutglucosespiegel - die orale Glucosegabe zu einem deutlich stärkeren Anstieg der Insulinsekretion führt als die intravenöse Applikation.

2 Hintergrund

Der Inkretin-Effekt wurde erstmals Mitte der 1960er Jahre beobachtet. Aus ihm folgt, dass der Grad der Insulinausschüttung nicht allein vom Blutglucosespiegel abhängen kann, obschon dieser als wichtigster Stimulus gilt. So kam man der gastrointestinalen Hormonklasse der Inkretine auf die Spur.

Gegenwärtig geht man davon aus, dass die beiden bekannten Inkretine GIP der duodenalen K-Zellen und das GLP-1 der ilealen und kolischen L-Zellen für den gesamten Inkretin-Effekt verantwortlich sind.

Inkretinmimetika wie Exenatid werden heute zur Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 angewendet.

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Inkretin-Effekt&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Inkretin-Effekt

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (4.33 ø)

6.327 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: