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Inkretin

Version vom 15. Februar 2017, 19:05 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

von lateinisch: incernere - daraufgesieben, darüberstreuen
Englisch: incretin

1 Definition

Inkretine sind gastrointestinale Hormone, welche die nahrungsabhängige Insulinsekretion aus pankreatischen Betazellen steuern.

2 Geschichte

Die Existenz von Inkretinen wurde erstmals ab den 1960er Jahren postuliert. Sie wurde aus der Beobachtung des Inkretin-Effekts nach oraler Glucosegabe geschlossen.

3 Physiologie

Die Nahrungsaufnahme stimuliert über Inkretinhormone im Sinne einer Störgrößenaufschaltung die Sekretion von Insulin in Abhängigkeit vom aktuellen Plasma-Glukosespiegel. Zugleich wird die Ausschüttung von Glucagon gehemmt, die Magenentleerung gebremst und im ZNS ein Sättigungsgefühl vermittelt.

Als Inkretineffekt wird dementsprechend der Unterschied der Betazellantwort zwischen oraler und intravenöser Glukosegabe im Rahmen eines Glukosetoleranztests bezeichnet.

Zur Zeit sind die folgenden Inkretine bekannt:

  • Glucagon-like peptide (GLP-1)
  • Glucose dependent insulinotropic peptide (GIP).

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ist die postprandiale Sekretion von Inkretinen vermindert.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Dezember 2017 um 02:42 Uhr bearbeitet.

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