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Inkretin: Unterschied zwischen den Versionen

 
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'''Inkretine''' sind gastrointestinale [[Hormon]]e, welche die nahrungsabhängige [[Insulin]]sekretion aus [[Pankreas|pankreatischen]] [[Betazelle]]n steuern. Dabei stimuliert die Nahrungsaufnahme über Inkretinhormone im Sinne einer [[Störgrößenaufschaltung]] die Sekretion von Insulin in Abhängigkeit vom aktuellen Plasma-[[Glukose]]spiegel. Zugleich wird die Ausschüttung von [[Glucagon]] gehemmt, die Magenentleerung gebremst und im [[ZNS]] ein Sättigungsgefühl vermittelt.
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'''Inkretine''' sind gastrointestinale [[Hormon]]e, welche die nahrungsabhängige [[Insulin]]sekretion aus [[Pankreas|pankreatischen]] [[Betazelle]]n steuern.  
  
Als '''Inkretineffekt''' wird der Unterschied der Betazellantwort zwischen oraler und intravenöser Glukosegabe im Rahmen eines [[Glukosetoleranztest]]s bezeichnet.
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Die Nahrungsaufnahme stimuliert über Inkretinhormone im Sinne einer [[Störgrößenaufschaltung]] die Sekretion von Insulin in Abhängigkeit vom aktuellen Plasma-[[Glukose]]spiegel. Zugleich wird die Ausschüttung von [[Glucagon]] gehemmt, die [[Magen]]entleerung gebremst und im [[ZNS]] ein Sättigungsgefühl vermittelt.
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Als ''Inkretineffekt'' wird dementsprechend der Unterschied der Betazellantwort zwischen oraler und [[intravenös]]er Glukosegabe im Rahmen eines [[Glukosetoleranztest]]s bezeichnet.
  
 
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*Glucose dependent insulinotropic peptide ([[GIP]]).
  
Bei Patienten mit [[Diabetes mellitus Typ 2]] ist die postprandiale Sekretion von Inkretinen vermindert.
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Bei Patienten mit [[Diabetes mellitus Typ 2]] ist die [[postprandial]]e Sekretion von Inkretinen vermindert.

Version vom 18. April 2007, 01:29 Uhr

1 Definition

Inkretine sind gastrointestinale Hormone, welche die nahrungsabhängige Insulinsekretion aus pankreatischen Betazellen steuern.

2 Physiologie

Die Nahrungsaufnahme stimuliert über Inkretinhormone im Sinne einer Störgrößenaufschaltung die Sekretion von Insulin in Abhängigkeit vom aktuellen Plasma-Glukosespiegel. Zugleich wird die Ausschüttung von Glucagon gehemmt, die Magenentleerung gebremst und im ZNS ein Sättigungsgefühl vermittelt.

Als Inkretineffekt wird dementsprechend der Unterschied der Betazellantwort zwischen oraler und intravenöser Glukosegabe im Rahmen eines Glukosetoleranztests bezeichnet.

Zur Zeit sind die folgenden Inkretine bekannt:

  • Glucagon-like peptide (GLP 1)
  • Glucose dependent insulinotropic peptide (GIP).

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ist die postprandiale Sekretion von Inkretinen vermindert.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Dezember 2017 um 02:42 Uhr bearbeitet.

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