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Infantile Zerebralparese: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter dem Begriff '''infantile Zerebralparese''' versteht man eine [[Parese]], die durch eine [[zerebral]]e Läsion im [[Neugeborenes|Neugeborenen-]] oder [[Säugling]]salter bedingt ist.  
  
 
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Eine zerebrale Läsion führt häufig zu einer Veränderung des [[Muskeltonus]], in der Regel zu einer [[Spastik]]. Seltener werden eine [[Muskelhypotonie]], eine [[Dystonie]] oder ein [[Rigor]] beobachtet. Abnorme [[Reflex]]e, eine [[Ataxie]] und eine [[Dyskinesie]] sind ebenfalls möglich.  
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Eine zerebrale Läsion führt häufig zu einer Veränderung des [[Muskeltonus]], in der Regel zu einer [[Spastik]]. Seltener werden [[Muskelhypotonie]], [[Dystonie]] oder [[Rigor]] beobachtet. [[Fakultativ]]e Symptome sind abnorme [[Reflex]]e, [[Ataxie]] und [[Dyskinesie]].
  
 
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Die Bewegungsstörung führt zu Veränderungen an den [[Gelenk]]en, den [[Knochen]] und der [[Skelettmuskulatur]].  
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Die Bewegungsstörung führt zu pathologischen Veränderungen der [[Gelenk]]e, [[Knochen]] und [[Skelettmuskulatur]].  
  
Im Bereich der Gelenke beobachtet man [[Luxation]]en, Deformierungen und [[Kontraktur]]en. Häufig haben die betroffenen Kinder [[Spitzfuß|Spitzfüße]], da die [[Achillessehne]] verkürzt ist. Weiterhin wird eine [[Coxa valga]] beobachtet, die durch die Spastik der [[Hüfte|Hüftmuskulatur]], insbesondere der [[Adduktoren]] bedingt ist. Luxationen im Hüftgelenk treten häufiger auf.  
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Im Bereich der Gelenke beobachtet man [[Luxation]]en, Deformierungen und [[Kontraktur]]en. Häufig haben die betroffenen Kinder [[Spitzfuß|Spitzfüße]], da die [[Achillessehne]] verkürzt ist. Weiterhin wird eine [[Coxa valga]] beobachtet, die durch die Spastik der [[Hüfte|Hüftmuskulatur]], insbesondere der [[Adduktor]]en bedingt ist. Luxationen im Hüftgelenk treten häufiger auf.  
  
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Die infantile Cerebralparese wird häufig erst im nach Vollendigung des ersten Lebensjahres diagnostiziert. Nicht der Norm entsprechende [[Motorik|motorische]] Symptome sowie eine Entwicklungsverzögerung weisen auf die Erkrankung hin.  
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Die infantile Cerebralparese wird häufig erst nach Vollendigung des ersten Lebensjahres diagnostiziert. Nicht der Norm entsprechende [[Motorik|motorische]] Symptome, sowie eine Entwicklungsverzögerung weisen auf die Erkrankung hin.  
  
 
Um die Ursache der Erkrankung festzustellen, sollten [[Blut]] und [[Urin]] untersucht und eine [[Lumbalpunktion]] durchgeführt werden. Wichtig ist auch die Anfertigung eines [[Magnetresonanztomographie|Magnetresonanztomogramms]] des [[Schädel]]s.
 
Um die Ursache der Erkrankung festzustellen, sollten [[Blut]] und [[Urin]] untersucht und eine [[Lumbalpunktion]] durchgeführt werden. Wichtig ist auch die Anfertigung eines [[Magnetresonanztomographie|Magnetresonanztomogramms]] des [[Schädel]]s.
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Nachdem die Diagnose gestellt worden ist, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Wichtig ist eine [[Physiotherapie]] nach der [[Methode von Bobath]] oder der [[Methode von Vojta]]. Aufgrund der Veränderungen an den Gelenken ist die Konsultation eines [[Orthopäde]]n wichtig. Schienen und ggf. auch [[Operation]]en können die Bewegung in den Gelenken verbessern.
 
Nachdem die Diagnose gestellt worden ist, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Wichtig ist eine [[Physiotherapie]] nach der [[Methode von Bobath]] oder der [[Methode von Vojta]]. Aufgrund der Veränderungen an den Gelenken ist die Konsultation eines [[Orthopäde]]n wichtig. Schienen und ggf. auch [[Operation]]en können die Bewegung in den Gelenken verbessern.
  
Zur Therapie gehört ebenfalls eine Frühförderung. Bei ausgeprägter Spastik sollten [[Medikament]]e (z.B. [[Baclofen]] oder [[Botulinum-Toxin]]) eingesetzt werden. Eine Dyskinesie wird mit einem [[Neuroleptikum]] behandelt.
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Zur Therapie gehört ebenfalls eine Frühförderung. Bei ausgeprägter Spastik sollten [[Medikament]]e (z.B. [[Baclofen]] oder [[Botulinumtoxin]]) eingesetzt werden. Eine Dyskinesie wird mit einem [[Neuroleptikum]] behandelt.
  
 
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Häufig weisen die betroffenen Kinder trotz der Behandlung eine physische und psychische Beeinträchtigung auf.
 
Häufig weisen die betroffenen Kinder trotz der Behandlung eine physische und psychische Beeinträchtigung auf.
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Aktuelle Version vom 12. September 2016, 09:42 Uhr

Synonyme: Morbus Little, Little-Krankheit

1 Definition

Unter dem Begriff infantile Zerebralparese versteht man eine Parese, die durch eine zerebrale Läsion im Neugeborenen- oder Säuglingsalter bedingt ist.

2 Epidemiologie

Die infantile Cerebralparese betrifft ca. 3-4 von 1.000 Neugeborenen.

3 Ätiologie

Die Erkrankung kann durch

bedingt sein.

4 Klinik

Eine zerebrale Läsion führt häufig zu einer Veränderung des Muskeltonus, in der Regel zu einer Spastik. Seltener werden Muskelhypotonie, Dystonie oder Rigor beobachtet. Fakultative Symptome sind abnorme Reflexe, Ataxie und Dyskinesie.

Die Kombinationen unterschiedlicher Symptome werden zu unterschiedlichen Syndromen zusammengefasst:

Die infantile Cerebralparese geht häufig mit fokalen oder sekundär generalisierten Krampfanfällen, Verhaltensaufälligkeiten und Intelligenzminderung einher.

5 Komplikationen

Die Bewegungsstörung führt zu pathologischen Veränderungen der Gelenke, Knochen und Skelettmuskulatur.

Im Bereich der Gelenke beobachtet man Luxationen, Deformierungen und Kontrakturen. Häufig haben die betroffenen Kinder Spitzfüße, da die Achillessehne verkürzt ist. Weiterhin wird eine Coxa valga beobachtet, die durch die Spastik der Hüftmuskulatur, insbesondere der Adduktoren bedingt ist. Luxationen im Hüftgelenk treten häufiger auf.

Eine unkoordinierte Kontraktion der Rückenmuskulatur kann eine Skoliose begünstigen.

6 Diagnostik

Die infantile Cerebralparese wird häufig erst nach Vollendigung des ersten Lebensjahres diagnostiziert. Nicht der Norm entsprechende motorische Symptome, sowie eine Entwicklungsverzögerung weisen auf die Erkrankung hin.

Um die Ursache der Erkrankung festzustellen, sollten Blut und Urin untersucht und eine Lumbalpunktion durchgeführt werden. Wichtig ist auch die Anfertigung eines Magnetresonanztomogramms des Schädels.

7 Therapie

Nachdem die Diagnose gestellt worden ist, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Wichtig ist eine Physiotherapie nach der Methode von Bobath oder der Methode von Vojta. Aufgrund der Veränderungen an den Gelenken ist die Konsultation eines Orthopäden wichtig. Schienen und ggf. auch Operationen können die Bewegung in den Gelenken verbessern.

Zur Therapie gehört ebenfalls eine Frühförderung. Bei ausgeprägter Spastik sollten Medikamente (z.B. Baclofen oder Botulinumtoxin) eingesetzt werden. Eine Dyskinesie wird mit einem Neuroleptikum behandelt.

8 Prognose

Häufig weisen die betroffenen Kinder trotz der Behandlung eine physische und psychische Beeinträchtigung auf.

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