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Immunphänotypisierung

Version vom 22. Oktober 2015, 21:15 Uhr von Emre Deniz (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Mit Hilfe der Immunphänotypisierung wird die Expression von Antigenen auf Zelloberflächen analysiert. Sie wird deshalb auch immunzytologische Diagnostik genannt. Viele dieser Antigenen Strukturen werden als CD-Marker (Cluster of Differentiation) bezeichnet, wohinter sich Glykoproteine mit verschiedenen Eigenschaften verstecken, wie z.B. der CD4 Cluster welcher ein MHC-Klasse-II Rezeptor darstellt. Die Typisierung findet üblicherweise in der hämatologischen Diagnostik mittels Durchflusszytometrie mit Fluoreszenzmarkierten Antikörpern statt.


2 Hintergrund

Die Immunphänotypisierung ist eine wichtige Untersuchung für Diagnostik und Verlauf von Leukämien und Lymphomen. Untersuchungsmaterial ist meistens peripheres Blut und/oder Knochenmark, aber auch andere Flüssigkeiten z.B. Liquor, Pleuraerguß) können zur Untersuchung verwendet werden. Anhand des Antigenprofils der analysierten Zellen kann die Linienzugehörigkeit (myeloisch vs. lymphatisch) und der Differenzierungsgrad bestimmt werden. Hierdurch können dann z.B. Lymphom-Subklassen unterschieden, aber auch prognose- und therapierelevante Marker identifiziert werden. Zusätzlich kann die Immunphänotypisierung auch eingesetzt werden um einen CD4/CD8-Quotienten bzw. eine Ratio zu bestimmen für das HIV-Profil , oder bei Erkrankungen wie der Paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) das Fehlen von bestimmten CD-Markern nachzuweisen.

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