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Imiquimod

Version vom 26. April 2009, 14:01 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Handelsname: Aldara®
Englisch: Imiquimod

1 Definition

Imiquimod ist ein topisch applizierter Immunmodulator, der unter anderem zur Behandlung von Basaliomen, aktinischen Keratosen und Feigwarzen (Condylomata acuminata) eingesetzt wird.

2 Chemie

Imiquimod ist eine heterozyklisches Amin, das den IUPAC-Namen 1-isobutyl-1H-imidazo[4,5-c] quinolin-4-amine trägt hat die Summenformel C14H16N4 hat.

3 Wirkmechanismus

Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. In vitro stimuliert Imiquimod die Produktion von Zytokinen durch Makrophagen und andere Immunzellen. In erster Linie werden die Zellen zur Synthese von Interferon (IFN-α), Interleukin-12 (IL-12) und Tumornekrosefaktor (TNF-α) angeregt. Außerdem soll Imiquimod die Umwandlung von naiven T-Helferzellen in Th1-Effektorzellen unterstützen. Im Effekt ergibt sich eine antivirale und antitumorale Aktivität.

4 Indikationen

Die zugelassenen Indikationen von Imiquimod sind länderspezifisch. Die Substanz wird unter anderem eingesetzt bei:

In klinischen Prüfungen wurde auch der Einsatz bei Dellwarzen (Mollusca contagiosa) und Plantarwarzen getestet. Darüber hinaus wird Imiquimod auch zur präoperativen Verkleinerung von Basaliomen und Lentigo maligna-Befunden im Rahmen der Mohs-Chirurgie eingesetzt.

5 Nebenwirkungen

Unter der Therapie mit Imiquimod kann es lokal zu starken entzündlichen Hautreaktionen kommen.

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