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Hypovolämischer Schock

Version vom 28. August 2005, 22:36 Uhr von Janina Barth (Diskussion | Beiträge)

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1 Ätiologie

Dieser Schockform liegt eine Verminderung der zirkulierenden Blutmenge, bedingt durch z.B. Blut- und Plasmaverluste, Erbrechen, sowie Diarrhoe zugrunde.

2 Klinik

Der hypovolämische Schock wird in 3 Stadien eingeteilt:

  1. annähernt normaler Blutdruck, feucht-kühle und blasse Haut
  2. Tachykardie, systolischer Blutdruck < 100 mmHg, im Liegen kollabierte Halsvenen, Patienten klagen über Durst, Rückgang der Diurese mit Oligurie
  3. systolischer Blutdruck < 60 mmHg, kaum tastbarer Puls, flache, schnelle Atmung, Bewußtseinsstörungen, Anurie

Zur Abschätzung der Schockgefahr kann der sogenannte Schockindex herangezogen werden.

3 Therapie

Primäre Maßnahme im hypovolämischen Schock ist die Volumensubstitution über mindestens 2 großlumige Venülen!!!
Initial wird die Gabe vonn 500 - 1000ml eines Plasmaexpanders empfohlen, im weiteren Verlauf dann isotone kristalline Salzlösungen.
Sollte der Hypovolämie ein großer Blutverlust zugrunde liegen, so ist die rasche Gabe von Erythrozytenkonzentraten und unter Umständen Frischplasma ("fresh frozen plasma" = FFP) indiziert.
Bei all diesen Maßnahmen ist zu beachten, daß der zentrale Venendruck (ZVD) 14 cm H2O nicht überschreiten sollte und vasokonstriktorisch wirkende Medikamente kontraindiziert sind.

Ist die lebensrettende Soforttherapie erfolgt, müssen den Komplikationen des Schocks vorgebeugt und sie, wenn bereits eingetreten, behandelt werden. Dies beinhaltet u.A.:

Tags:

Fachgebiete: Intensivmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Mai 2016 um 12:04 Uhr bearbeitet.

Wieso soll Noradrenalin als Vasokonstriktor im Schock kontraindiziert sein? Ist zwar nicht kurativ, aber bevor man riskiert, dass Herz und Gehirn aussteigen aufgrund eines niederen RR würde ich v.a. als Erstmaßnahme bei MAD < 60mmHg Arterenol entweder als Bolus 0,05-0,2mg oder als Perfusor 0,05-1µ/kg/min dazugeben.
#1 am 31.01.2016 von Christine Ziegler (Arzt | Ärztin)

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