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Hypophyse

Version vom 6. Januar 2014, 22:29 Uhr von Nicht mehr aktiv :-( (Diskussion | Beiträge)

von altgriechisch: ὑπόφυσις ("hypóphysis") - "das untere Gewächs"
Synonyme: Hirnanhangdrüse, Glandula pituitaria
Englisch: hypophysis

1 Definition

Die Hypophyse ist eine haselkerngroße, von straffem Bindegewebe umschlossene Hormondrüse, die über den Hypophysenstiel (Infundibulum) mit dem Hypothalamus verbunden ist.

2 Anatomie

Die Hypophyse sitzt an der Schädelbasis in der Hypophysenloge. Die betreffende Knochenstruktur des Os sphenoidale wird Türkensattel (Sella turcica) genannt. Nach oben ist die Hypophysenloge vom Gehirn durch das Diaphragma sellae abgegrenzt ist.

3 Embryologie

Die Hypophyse leitet sich aus ektodermalem Gewebe ab, das aus zwei Quellen stammt: Die Adenohypophyse leitet sich vom Ektoderm des Rachendaches ab. Die Neurohypophyse ist ein Abkömmling des Neuroektoderms des Diencephalons. Mitte der vierten Woche bildet sich am Rachendach eine Ausstülpung, die sich am Boden des Diencephalon anlagert (Rathke-Tasche). Bis zur 5. Woche verlagert sich die Tasche und schnürt sich dann in ihrer Verbindung zur Mundhöhle ab. Die Neurohypophyse geht aus dem Neuroepithel des Gehirns aus. Aus dem Infundibulum, welches ebenfalls eine Ausstülpung des Diencephalons ist, werden Eminentia media, der Hypophysenstiel und die Pars nervosa.

4 Einteilung

Man unterscheidet den aus der Rathke-Tasche entstandenen Hypophysenvorderlappen (HVL, Adenohypophyse) und den Hypophysenhinterlappen (HHL), der auch als Neurohypophyse bezeichnet wird. Der Hypophysenvorderlappen steht über das so genannte Hypophysen-Pfortader-System mit der Eminentia mediana in Verbindung.

5 Physiologie

Die Sekretion der Vorderlappenhormone wird durch Releasing- und Inhibiting-Hormone des Hypothalamus gesteuert. Die Hypophysenhinterlappenhormone stammen eigentlich aus dem Hypothalamus und werden erst in der Hypophyse freigesetzt.

6 Hormone des Hypophysenvorderlappens

7 Hormone des Hypophysenhinterlappens

8 Krankheiten der Hypophyse

  • Mangelkrankheiten (Hypopituitarismus): Jeder hormonproduzierende Anteil der Hypophyse kann einzeln oder kombiniert ausfallen. Ist die gesamte Hypophyse ausgefallen, spricht man vom Panhypopituitarismus.
  • Hormonüberschuss: Jeder hormonproduzierende Anteil der Hypophyse kann einen gutartigen Tumor bilden, der einen Hormonüberschuss (Hyperpituitarismus) produzieren kann. In diesem Fall spricht man von einem Hypophysenadenom.

9 Weblinks

Roche Lexikon

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Januar 2014 um 22:29 Uhr bearbeitet.

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