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Hypogonadismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine einfache Einteilung der Hypogonadismus-Formen erfolgt nach endokrinologischem Muster.
 
Eine einfache Einteilung der Hypogonadismus-Formen erfolgt nach endokrinologischem Muster.
* Der primäre Hypogonadismus beruht prinzipiell auf einer Organfunktionsstörung der [[Gonade]]n selbst, also auf einer Störung der Funktion von [[Ovar]] bzw. Hoden.
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* Der ''primäre Hypogonadismus'' beruht prinzipiell auf einer Organfunktionsstörung der [[Gonade]]n selbst, also auf einer Störung der Funktion von [[Ovar]] bzw. Hoden.
* Ein sekundärer Hypogonadismus beruht auf einer Störung auf Ebene der Hypophyse, in denen die [[Gonadotropin]]e gebildet werden.
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* Ein ''sekundärer Hypogonadismus'' beruht auf einer Störung auf Ebene der Hypophyse, in denen die [[Gonadotropin]]e gebildet werden.
  
 
===Primärer Hypogonadismus===
 
===Primärer Hypogonadismus===

Version vom 11. April 2007, 00:43 Uhr

Synonym: Keimdrüsenunterfunktion
Englisch: hypogonadism

1 Definition

Unter Hypogonadismus wird im Allgemeinen die Unterfunktion der Gonaden (Keimdrüsen) verstanden. Oft wird damit aber auch nur eine Unterfunktion der Hoden als männliche Keimdrüsen gemeint.

2 Einteilung

Eine einfache Einteilung der Hypogonadismus-Formen erfolgt nach endokrinologischem Muster.

  • Der primäre Hypogonadismus beruht prinzipiell auf einer Organfunktionsstörung der Gonaden selbst, also auf einer Störung der Funktion von Ovar bzw. Hoden.
  • Ein sekundärer Hypogonadismus beruht auf einer Störung auf Ebene der Hypophyse, in denen die Gonadotropine gebildet werden.

2.1 Primärer Hypogonadismus

2.1.1 Mann

Beim primären Hypogonadismus kommt es durch eine Schädigung oder ein Fehlen der Leydig-Zellen beim Mann zu einer verminderten oder fehlenden Testosteronproduktion und somit zu einer Feminisierung des Mannes. Es gibt beim primären Hypogonadismus des Mannes eine normogonadotrope Form, bei der eine normale Konzentration der Gonadotropine bei niedrigem Testosteron zu finden ist. Die fehlende, beziehungsweise verminderte Testosteronkonzentration lässt sich hier auf ein Einwirken auf die Hoden zurückführen, wie eine Kastration, ein Trauma, eine Orchitis oder auch einen Kryptorchismus.

Bei der hypergonadotropen Form ist dagegen die Konzentration der Gonadotropine bei niedriger Testosteronkonzentration erhöht. Häufigste Ursache ist hierbei das Klinefelter-Syndrom.

2.1.2 Frau

Der primäre hypergonadotrope Hypogonadismus bei der Frau, welcher auch als hypergonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird, ist gekennzeichnet durch eine primäre Ovarialinsuffizienz. Diese wird ausgelöst durch eine Zerstörung des Keimepithels durch Entzündungen oder Tumoren, das Stein-Leventhal-Syndrom oder auch durch eine anlagebedingte Hypoplasie mit fehlendem Keimepithel im Rahmen des Ulrich-Turner-Syndromes. Dort findet sich aufgrund einer gonosomalen Chromosomenaberration nur ein X-Chromosom.

Im Blut lassen sich in diesem Fall erhöhte Konzentrationen der Gonadotropine bei erniedrigter Östrogen-Konzentration finden. Darüber hinaus ist der Prolaktinspiegel normal und es lassen sich ein hypoplastischer Uterus sowie Sterilität befunden.

2.2 Sekundärer Hypogonadismus

Der sekundäre Hypergonadismus oder auch hypogonadotroper Hypogonadismus wird durch eine Funktionsstörung der Hypophyse verursacht. Als Folge davon kommt es zu einer nicht ausreichenden Stimulation der Gonaden und damit zu einem erniedrigten Blutplasmaspiegel der Gonadotropine und Testosteron. Des weiteren lässt sich auch der Hypothalamus- beziehungsweise Hypophysenschaden mittels verschiedener Untersuchungstechniken feststellen.

Bei der Frau findet man anstatt des gesunkenen Testosteronspiegels normale bis leicht gesunkene Spiegel von Östrogen und Prolaktin. In der Folge kommt es bei der Frau dann zum Ausbleiben der Regelblutung, weshalb es auch als hypogonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird.

Ursachen für die Schädigung der Hypophyse können unter anderem Kraniopharyngeome, Entzündungen, das Kallmann-Syndrom oder auch Adenome des Hypophysenvorderlappens sein. Bei der Frau können auch andere Störungen beziehungsweise Veränderungen des endokrinen Systems wie Schwangerschaft, Hyperprolaktinämie oder Hypothyreose von Bedeutung sein.

Diese Seite wurde zuletzt am 10. April 2007 um 16:21 Uhr bearbeitet.

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