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Hypogonadismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter '''Hypogonadismus''' wird im Allgemeinen die Unterfunktion der [[Gonaden]]  (Keimdrüsen) verstanden. Oft wird damit aber auch nur eine Unterfunktion der Hoden, als der männlichen Keimdrüsen, gemeint.
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Unter '''Hypogonadismus''' wird im Allgemeinen die Unterfunktion der [[Gonaden]]  (Keimdrüsen) verstanden. Oft wird damit aber auch nur eine Unterfunktion der [[Hoden]], als der männlichen Keimdrüsen, gemeint.
  
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Man kann verschieden Arten des Hypogonadismus unterscheiden, welche sich unterschiedlich Auswirkung und unterschiedliche Ursachen haben.
 
Man kann verschieden Arten des Hypogonadismus unterscheiden, welche sich unterschiedlich Auswirkung und unterschiedliche Ursachen haben.
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Beim primären Hypogonadismus kommt es durch eine Schädigung oder ein Fehlen der [[Leydig-Zelle]]n beim Mann zu einer verminderten oder fehlenden [[Testosteron]]produktion und somit zu einer [[Feminisierung]] des Mannes. Es gibt beim primären Hypogonadismus des Mannes eine [[normogonadotrop]]e Form, bei der eine normale Konzentration der [[Gonadotropin]]e bei niedrigem Testosteron zu finden ist. Die fehlende, beziehungsweise verminderte Testosteronkonzentration lässt sich hier auf ein Einwirken auf die Hoden zurückführen, wie eine [[Kastration]], ein Trauma, eine [[Orchitis]] oder auch einen [[Kryptorchismus]].
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Bei der [[hypergonadotrop]]en Form ist dagegen die Konzentration der Gonadotropine bei niedriger Testosteronkonzentration erhöht. Ursache ist hier das [[Klinefelter-Syndrom]].
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Der primäre hypergonadotrope Hypogonadismus bei der Frau, welcher auch als [[hypergonadotrope Amenorrhoe]] bezeichnet wird, wird gekennzeichnet durch eine primäre [[Ovarialinsuffizienz]]. Diese wird ausgelöst durch eine Zerstörung des [[Keimepithel]]s durch Entzündungen oder Tumoren, das [[Stein-Leventhal-Syndrom]] oder auch durch eine anlagebedingte [[Hypoplasie]] mit fehlendem Keimepithel im Rahmen des [[Ulrich-Turner-Syndrom]]es. Dort findet sich aufgrund einer gonosomalen [[Chromosomenaberration]] nur ein [[X-Chromosom]].
  
==primärer Hypogonadismus==
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Im Blut lassen sich in diesem Fall erhöhte Konzentrationen der Gonadotropine bei erniedrigter [[Östrogen]]-Konzentration finden.Darüber hinaus ist der [[Prolaktinspiegel]] normal und es lassen sich ein hypoplastischer [[Uterus]] sowie [[Sterilität]] befunden.
===beim Mann===
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Beim primären Hypogonadismus kommt es durch eine Schädigung oder ein Fehlen der Leydig Zellen beim Mann zu einer verminderten oder fehlenden Testosteronproduktion und somit zu einer Feminisierung des Mannes.
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Es gibt beim primären Hypogonadismus des Mannes eine normogonadotrope Form, bei der eine normale Konzentration der Gonadotropine bei niedrigem Testosteron zu finden ist. Die fehlende beziehungsweise verminderte Testosteronkonzentration lässt sich hier auf ein Einwirken auf dei Hoden zurückführen, wie eine Kastration, ein Trauma, eine [[Orchitis]] oder auch [[Kryptorchismus]].
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Bei der hypergonadotropen Form ist dagegen die Konzentration der Gonadotropine bei niedriger Testosteronkonzentration erhöht. Ursache ist hier das [[Klinefelter-Syndrom]].
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===bei der Frau===
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Der primäre hypergonadotrope Hypogonadismus bei der Frau, welcher auch als hypergonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird, wird gekennzeichnet durch eine primäre Ovarialinsuffizienz. Diese wird ausgelöst durch eine Zerstörung des Keimepithels durch Entzündungen oder Tumoren, das [[Stein-Leventhal-Syndrom]] oder auch durch eine anlagebedingte Hypoplasie mit fehlendem Keimepithel im Rahmen des [[Ulrich-Turner-Syndrom]]es.Dort findet sich aufgrund einer gonosmalen Chromosomenaberratation nur ein X-Chromosom.
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Im Blut lassen sich dann erhöhte Konzentrationen der Gonadotropine bei erniedrigter Östrogen-Konzentration finden.Darüber hinaus ist der Prolactinspiegel normal und es lassen sich ein hypoplastischer Uterus sowie Sterilität befunden.
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==sekundärer Hypogonadismus==
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===Sekundärer Hypogonadismus===
Der sekundäre Hypergonadismus oder auch hypogonadotroper Hypogonadismus wird durch eine Funktionsstörung der [[Hypophyse]] verursacht. Als Folge davon kommt es zu einer nicht ausreichenden Stimulation der Gonaden und damit zu einem erniedrigten Blutplasmaspiegel der Gonadotropine und Testosteron. Des weiteren lässt sich auch der Hypothalamus- beziehungsweise Hypophysenschaden mittels verschiedener Untersuchungstechniken feststellen.
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Der sekundäre Hypergonadismus oder auch [[hypogonadotrop]]er Hypogonadismus wird durch eine Funktionsstörung der [[Hypophyse]] verursacht. Als Folge davon kommt es zu einer nicht ausreichenden Stimulation der Gonaden und damit zu einem erniedrigten Blutplasmaspiegel der Gonadotropine und Testosteron. Des weiteren lässt sich auch der Hypothalamus- beziehungsweise Hypophysenschaden mittels verschiedener Untersuchungstechniken feststellen.
Bei der Frau findet man anstatt des gesunkenen Testosteronspiegels normale bis leicht gesunkene Spiegel von Östrogen und Prolaktin. In der Folge kommt es bei der Frau dann zum Ausbleiben der Regelblutung, weshalb es auch als hypogonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird.
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Ursachen für die Schädigung der Hypophyse können unter anderem [[Kraniopharyngeome]], Entzündungen, [[Kallmann-Syndrom]] oder auch Adenome des Hypophysenvorderlappens sein.
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Bei der Frau findet man anstatt des gesunkenen Testosteronspiegels normale bis leicht gesunkene Spiegel von Östrogen und Prolaktin. In der Folge kommt es bei der Frau dann zum Ausbleiben der Regelblutung, weshalb es auch als hypogonadotrope [[Amenorrhoe]] bezeichnet wird.
Bei der Frau können auch andere Störungen beziehungsweise Veränderungen des endokrinen Systems wie Schwangerschaft, [[Hyperprolaktinämie]] oder [[Hypothyreose]] von Bedeutung sein.
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Ursachen für die Schädigung der Hypophyse können unter anderem [[Kraniopharyngeom]]e, Entzündungen, das [[Kallmann-Syndrom]] oder auch [[Adenom]]e des Hypophysenvorderlappens sein. Bei der Frau können auch andere Störungen beziehungsweise Veränderungen des endokrinen Systems wie [[Schwangerschaft]], [[Hyperprolaktinämie]] oder [[Hypothyreose]] von Bedeutung sein.

Version vom 10. April 2007, 16:21 Uhr

Synonym: Keimdrüsenunterfunktion
Englisch: hypogonadism

1 Definition

Unter Hypogonadismus wird im Allgemeinen die Unterfunktion der Gonaden (Keimdrüsen) verstanden. Oft wird damit aber auch nur eine Unterfunktion der Hoden, als der männlichen Keimdrüsen, gemeint.

2 Einteilung

Man kann verschieden Arten des Hypogonadismus unterscheiden, welche sich unterschiedlich Auswirkung und unterschiedliche Ursachen haben.

2.1 Primärer Hypogonadismus

2.1.1 Mann

Beim primären Hypogonadismus kommt es durch eine Schädigung oder ein Fehlen der Leydig-Zellen beim Mann zu einer verminderten oder fehlenden Testosteronproduktion und somit zu einer Feminisierung des Mannes. Es gibt beim primären Hypogonadismus des Mannes eine normogonadotrope Form, bei der eine normale Konzentration der Gonadotropine bei niedrigem Testosteron zu finden ist. Die fehlende, beziehungsweise verminderte Testosteronkonzentration lässt sich hier auf ein Einwirken auf die Hoden zurückführen, wie eine Kastration, ein Trauma, eine Orchitis oder auch einen Kryptorchismus. Bei der hypergonadotropen Form ist dagegen die Konzentration der Gonadotropine bei niedriger Testosteronkonzentration erhöht. Ursache ist hier das Klinefelter-Syndrom.

2.1.2 Frau

Der primäre hypergonadotrope Hypogonadismus bei der Frau, welcher auch als hypergonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird, wird gekennzeichnet durch eine primäre Ovarialinsuffizienz. Diese wird ausgelöst durch eine Zerstörung des Keimepithels durch Entzündungen oder Tumoren, das Stein-Leventhal-Syndrom oder auch durch eine anlagebedingte Hypoplasie mit fehlendem Keimepithel im Rahmen des Ulrich-Turner-Syndromes. Dort findet sich aufgrund einer gonosomalen Chromosomenaberration nur ein X-Chromosom.

Im Blut lassen sich in diesem Fall erhöhte Konzentrationen der Gonadotropine bei erniedrigter Östrogen-Konzentration finden.Darüber hinaus ist der Prolaktinspiegel normal und es lassen sich ein hypoplastischer Uterus sowie Sterilität befunden.

2.2 Sekundärer Hypogonadismus

Der sekundäre Hypergonadismus oder auch hypogonadotroper Hypogonadismus wird durch eine Funktionsstörung der Hypophyse verursacht. Als Folge davon kommt es zu einer nicht ausreichenden Stimulation der Gonaden und damit zu einem erniedrigten Blutplasmaspiegel der Gonadotropine und Testosteron. Des weiteren lässt sich auch der Hypothalamus- beziehungsweise Hypophysenschaden mittels verschiedener Untersuchungstechniken feststellen.

Bei der Frau findet man anstatt des gesunkenen Testosteronspiegels normale bis leicht gesunkene Spiegel von Östrogen und Prolaktin. In der Folge kommt es bei der Frau dann zum Ausbleiben der Regelblutung, weshalb es auch als hypogonadotrope Amenorrhoe bezeichnet wird.

Ursachen für die Schädigung der Hypophyse können unter anderem Kraniopharyngeome, Entzündungen, das Kallmann-Syndrom oder auch Adenome des Hypophysenvorderlappens sein. Bei der Frau können auch andere Störungen beziehungsweise Veränderungen des endokrinen Systems wie Schwangerschaft, Hyperprolaktinämie oder Hypothyreose von Bedeutung sein.

Diese Seite wurde zuletzt am 10. April 2007 um 16:21 Uhr bearbeitet.

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