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Hypoglykämie: Unterschied zwischen den Versionen

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==Pathophysiologie==
 
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Hypoglykämien sind die Folge einer Störung der Koordination bzw. Regulation zwischen [[Glucose]]abgabe durch die [[Leber]] (aus dem [[Glykogen]]reservoir oder durch [[Gluconeogenese]]) und der [[Glucoseaufnahme]] durch die verbrauchenden [[Organ]]e.
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Hypoglykämien sind die Folge einer Störung der Koordination bzw. Regulation zwischen [[Glucose]]abgabe durch die [[Leber]] (aus dem [[Glykogen]]reservoir oder durch [[Gluconeogenese]]) und der [[Glucoseaufnahme]] durch die verbrauchenden [[Organ]]e. Sie entwickeln sich meist [[akut]] und führen dann zu einer charakteristischen [[Symptomatik]].
  
Eine Hypoglykämie kann sich [[akut]] entwickeln und führt dann zu einer reaktiven [[Adrenalin]]ausschüttung, die an der charakteristischen [[Symptomatik]] (Zittern, [[Schwitzen]], [[Herz]]klopfen, [[Nausea]]) erkennbar ist.
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Bei insulinpflichtigen [[Diabetiker]]n ist eine Hypoglykämie bei Überdosierung von [[Insulin]] oder inadäquater Nahrungsaufnahme nach Insulin-Applikation möglich.
  
Bei langsam auftretenden Hypoglykämien fehlen Adrenalinwarnsymptome. Dadurch können plötzlich schwere Störungen des [[Zentralnervensystem]]s auftreten ([[Hypoglykämischer Schock]]).
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==Symptome==
 
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Die Zeichen einer Hypoglykämie sind abhängig vom Schweregrad der Unterzuckerung. Man kann sie in 3 Gruppen einteilen.
Bei insulinpflichtigen [[Diabetiker]]n ist eine Hypoglykämie bei Überdosierung von [[Insulin]] oder inadäquater Nahrungsaufnahme nach Insulin-Applikation möglich.
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===Autonome Zeichen===
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Sie werden auch ''adrenerge'' Zeichen genannt und entstehen durch einer reaktive [[Adrenalin]]ausschüttung. Zu ihnen zählen:
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* [[Zittern]]
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* [[Schwitzen]]
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* [[Palpitation]]en
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* [[Tachykardie]]n
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===Neuroglykopenische Zeichen===
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Die neuroglykopenischen Zeichen entstehen durch den Glucosemangel im [[ZNS]] -  meist erst bei Blutzucker-Konzentrationen unter 50 mg/dl. Die [[Glykopenie]] betrifft viele neuronale Funktionen und äußert sich wie folgt:
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* [[Benommenheit]]
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* [[Verwirrtheit]]
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* [[Sprachstörung]]en
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* [[Sehstörung]]en
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* Atypisches Verhalten    
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* [[Psychose]] oder [[Delir]]
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Bei weiter fallendem Blutzuckerspiegel (< 30–40 mg/dl) entstehen schwere neurologische Störungen:
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* [[Krampfanfall|Krampfanfälle]]
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* [[Bewusstlosigkeit]]
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===Unspezifische Zeichen===
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Sie treten auch bei anderen Erkrankungen auf und sind nicht charakteristisch für eine Hypoglykämie.
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* [[Nausea]]
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* [[Schwindel]]
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* [[Kopfschmerzen]]
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* [[Heißhunger]]
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Bei langsam auftretenden Hypoglykämien können die autonomen Zeichen fehlen. Dadurch können neuroglykopenische Zeichen ohne Vorwarnung auftreten und plötzlich zu schweren Störungen des [[Zentralnervensystem]]s führen ([[Hypoglykämischer Schock]]).

Version vom 1. Juni 2005, 18:48 Uhr

Synonym: Unterzuckerung

1 Definition

Unter einer Hypoglykämie versteht man einen Absenkung der Blutglukose-Konzentration unter den physiologischen Normwert.

2 Einteilung

Nach dem Zeitpunkt des Auftretens unterscheidet man:

3 Pathophysiologie

Hypoglykämien sind die Folge einer Störung der Koordination bzw. Regulation zwischen Glucoseabgabe durch die Leber (aus dem Glykogenreservoir oder durch Gluconeogenese) und der Glucoseaufnahme durch die verbrauchenden Organe. Sie entwickeln sich meist akut und führen dann zu einer charakteristischen Symptomatik.

Bei insulinpflichtigen Diabetikern ist eine Hypoglykämie bei Überdosierung von Insulin oder inadäquater Nahrungsaufnahme nach Insulin-Applikation möglich.

4 Symptome

Die Zeichen einer Hypoglykämie sind abhängig vom Schweregrad der Unterzuckerung. Man kann sie in 3 Gruppen einteilen.

4.1 Autonome Zeichen

Sie werden auch adrenerge Zeichen genannt und entstehen durch einer reaktive Adrenalinausschüttung. Zu ihnen zählen:

4.2 Neuroglykopenische Zeichen

Die neuroglykopenischen Zeichen entstehen durch den Glucosemangel im ZNS - meist erst bei Blutzucker-Konzentrationen unter 50 mg/dl. Die Glykopenie betrifft viele neuronale Funktionen und äußert sich wie folgt:

Bei weiter fallendem Blutzuckerspiegel (< 30–40 mg/dl) entstehen schwere neurologische Störungen:

4.3 Unspezifische Zeichen

Sie treten auch bei anderen Erkrankungen auf und sind nicht charakteristisch für eine Hypoglykämie.

Bei langsam auftretenden Hypoglykämien können die autonomen Zeichen fehlen. Dadurch können neuroglykopenische Zeichen ohne Vorwarnung auftreten und plötzlich zu schweren Störungen des Zentralnervensystems führen (Hypoglykämischer Schock).

Diese Seite wurde zuletzt am 10. September 2019 um 09:50 Uhr bearbeitet.

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